Erarbeitung von Möglichkeiten zur transparenteren Kostenträgerstückrechnung

Die Kalkulation eines grossen Fleischverarbeiters wurde von der internen Revision u. a. auf ihre Kostentransparenz hin untersucht und bemängelt. Es wird aufgezeigt, wo die konkreten Probleme liegen und dem Unternehmen werden durch Adaption theoretischer Modelle Lösungsansätze aufgezeigt.

Durrer, Luka, 2020

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Bell Schweiz AG
Betreuende Dozierende Schaeren, Rolf
Keywords Kostenrechnung, Kalkulation
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Das Kalkulationsmodell eines grossen Fleischverarbeiters, stammt aus dem Jahr 1999 und ist die Grundlage für alle Artikel und Absatzkanäle. Die Kalkulation wurde von der internen Revision u. a. auf ihre Kostentransparenz hin untersucht und bemängelt. Die mangelnde Transparenz der Kosten führt zur Gefahr, dass ein Artikel für den einen Absatzkanal einen positiven Deckungsbeitrag, für einen anderen jedoch einen negativen generiert. Aufgrund der komplexen Kalkulation ist dieser Umstand nur schwer ersichtlich und bleibt bisweilen dem Unternehmen unbekannt.
Zunächst werden die theoretischen Grundlagen der Kostenträgerstückrechnung erläutert, gefolgt von der Unternehmensanalyse. Im Rahmen der Analyse wurden aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen, welche eine Schnittstelle zur Kalkulation haben, Fachpersonen befragt. Durch Adaption der aufgezeigten theoretischen Modelle auf die Erkenntnisse aus der Unternehmensanalyse, wird ersichtlich, was bereits korrekt gemacht wird und wo Handlungsbedarf ist. Für die Handlungsfelder werden Lösungsvorschläge gemacht und im Fazit diskutiert.
Die Problematik liegt in der Kalkulation der Fertigungseinzelkosten. Dies zeigt sich insbesondere in der hohen Anzahl an Prozesskostensätze, welche zum Teil seit Jahren nicht nachkalkuliert wurden. Aussagen zur Kostendeckung einzelner Artikel können somit nicht zuverlässig gemacht werden. Die Äquivalenzziffernrechnung und die prozessorientierte Kalkulation sind Möglichkeiten die Kalkulation transparenter und zuverlässiger zu gestalten. Die Äquivalenzziffernrechnung hat den Vorteil direkt auf der Kostenrechnung aufzubauen. Aufgrund dessen können Preisabstufungen der einzelnen Artikel auf Material-, Herstell- und Selbstkosten vorgenommen werden. Die Herausforderung besteht darin, dem Verursachungsprinzip entsprechende Äquivalenzziffern zu bestimmen. Die Umsetzung zur prozessorientierten Kalkulation bedarf keiner strukturellen Veränderung der Kalkulation. Sie vermindert die Komplexität der Kalkulation, erreicht aber nicht eine Einheit zwischen Kalkulation und Kostenrechnung. Zusammenfassend zeigt diese Thesis, wo die historisch gewachsenen Probleme der Kalkulation liegen und bietet Ansätze, wie diese behoben werden könnten.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Bell Schweiz AG, Oensingen
Autorinnen und Autoren
Durrer, Luka
Betreuende Dozierende
Schaeren, Rolf
Publikationsjahr
2020
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
Kostenrechnung, Kalkulation