Smarte Verwaltung auf Gemeindeebene

Vom digitalen Wandel sind auch die öffentlichen Verwaltungen in der Schweiz betroffen. Jedoch mangelt es noch an bewährten Rezepten, um die rasch voranschreitenden Veränderungen mit geeigneten Rahmenbedingungen zu begleiten. Hier will diese Bachelorarbeit einen Beitrag leisten.

Müller, Jonas, 2018

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Institute for Nonprofit- and Public Management, HSW FHNW
Betreuende Dozierende Meyer, Matthias
Keywords Smart Government, smarte Verwaltung, Gemeindeverwaltung, Modellentwicklung, digitaler Wandel, Digitalisierung, praxisorientiertes Modell
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In der öffentlichen Verwaltung wird der digitale Wandel irrtümlicherweise als Scheindigitalisierung verstanden. Gemeint ist, dass die bisherigen Verwaltungs- prozesse praktisch unverändert in digitaler Form weitergeführt werden, ohne die bestehenden Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen. Gil-Garcia et al. haben jedoch nachgewiesen, dass öffentliche Verwaltungen durch den digitalen Wandel in einer Vielzahl von Dimensionen betroffen sind. Allerdings ist deren Modelldefinition einer smarten Verwaltung mit 14 Dimensionen für kleinere Gemeindeverwaltungen zu differenziert und nicht anwendbar, da es ihnen oft an personellen und finanziellen Ressourcen fehlt. Ein neues Modell soll entwickelt werden.
In einem ersten Schritt wurde eine Literaturrecherche durchgeführt, um die aktuellen Erkenntnisse des digitalen Wandels und der smarten Verwaltung zu ermitteln. Anschliessend wurde das Modell von Gil-Garcia et al. mit vier bekannten und zukunftsorientierten Modellen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Stadtplanung verglichen, um das Modell auf die wichtigsten Dimensionen zu reduzieren. Abschliessend wurden mithilfe der evaluierten Dimensionen leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt, um das Modell auf die Praxistauglichkeit zu prüfen und zu finalisieren.
Durch den Modellvergleich mit den vier bekannten und zukunftsorientierten Modellen entstand ein Prototypen-Modell mit neun Dimensionen. Unter Berücksichtigung zwei weiterer Aspekte (Gleichberechtigung und Personal) resultierte ein Prototypen-Modell mit elf Dimensionen. Die intervieweten Experten reagierten anschliessend sehr positiv auf das Prototypen-Modell und erwähnten, dass es Themen berücksichtigt, welche sie noch nie in Betracht gezogen haben. Gestützt auf die Experteninterviews hat diese Arbeit elf Dimensionen identifiziert, welche insbesondere kleineren Gemeindeverwaltungen helfen soll, den digitalen Wandel zu verstehen und ganzheitlich anzugehen. Das praxisorientierte Modell bietet einen Rahmen, welche die 360 Grad Umsicht einer öffentlichen Verwaltung fördert. Dies soll den Betroffenen als Hilfestellung dienen, sich zu einer smarten Verwaltung entwickeln zu können (und nicht lediglich die bestehenden Prozesse zu digitalisieren).
Studiengang: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Vertraulichkeit: öffentlich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Institute for Nonprofit- and Public Management, HSW FHNW, Basel
Autorinnen und Autoren
Müller, Jonas
Betreuende Dozierende
Meyer, Matthias
Publikationsjahr
2018
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
öffentlich
Studiengang
Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Smart Government, smarte Verwaltung, Gemeindeverwaltung, Modellentwicklung, digitaler Wandel, Digitalisierung, praxisorientiertes Modell