Entwicklung eines Lohnsystems für eine soziale Institution
Eine soziale Einrichtung gestaltet ihr bestehendes Lohnsystem transparenter, nachvollziehbarer und funktionsgerechter. Die Arbeit analysiert das bisherige System und entwickelt ein neues Lohnmodell, das Funktionsanforderungen, Berufserfahrung und Leistung klar voneinander trennt.
Wernle, Eliécer; Hanselmann, Timon, 2026
Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Soziale Einrichtung
Betreuende Dozierende Müller, Richard
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Das bestehende Lohnsystem berücksichtigt bei der Einreihung vor allem den Fachbereich, die Funktionsstufe und die formale Qualifikation. Die tatsächlichen Anforderungen und Verantwortlichkeiten einer Funktion werden nicht systematisch bewertet. Zudem bestehen Ermessensspielräume bei der Anrechnung früherer Tätigkeiten, eine standardmässige Zweitkontrolle bei der Funktionsbewertung fehlt und die Leistungsbeurteilung beeinflusst den Lohn derzeit nicht.
Die Arbeit folgt einem praxisorientierten Forschungs- und Entwicklungsdesign mit Analyse-, Konzeptions- und Evaluationsphase. Interne Dokumente und Fachgespräche bildeten die Grundlage für Dokumenten-, Prozess- und SWOT-Analyse. Darauf aufbauend wurde ein funktionsorientiertes Lohnmodell mit analytischer Funktionsbewertung, Lohnbändern und personenbezogener Positionierung entwickelt. Das Modell wurde an sieben Referenzfunktionen erprobt und in einem Excel-Tool abgebildet.
Das entwickelte Modell trennt die funktionsbezogene Einreihung von der personenbezogenen Lohnposition. Sechs Kriterien erfassen die Anforderungen einer Funktion: Wissen und Können, Komplexität und Problemlösung, Handlungs- und Entscheidungsspielraum, Verantwortung, Führung sowie Beanspruchung. Die Kriterien wurden mithilfe des Analytic Hierarchy Process gewichtet, wobei die Verantwortung mit 24,2 % das höchste Gewicht erhielt. Der ermittelte Funktionswert bestimmt die Einordnung in das entsprechende Lohnband. Innerhalb dieses Lohnbands bestimmt die bei Eintritt anrechenbare Berufserfahrung das massgebende Jahresband. Die individuelle Leistung beeinflusst die weitere Lohnentwicklung erst nach einer tatsächlichen Leistungsbeurteilung. Die Pilotanwendung mit sieben Referenzfunktionen ergab eine plausible Abstufung der unterschiedlichen Anforderungsniveaus und weist auf eine verbesserte Nachvollziehbarkeit und die transparentere funktionsbezogene Einreihung hin. Noch nicht abschliessend beurteilt werden können hingegen die finanzielle Tragbarkeit, eine mögliche Reduktion des administrativen Aufwands sowie die Wahrnehmung der Lohngerechtigkeit. Vor einer Einführung sollten deshalb sämtl
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Lohn, Lohnsystem, AHP, Funktionsbewertung,
Vertraulichkeit: öffentlich