Automatisierter Lieferschein-Rechnungsabgleich Evaluation von Lösungsansätzen für Coop Pronto AG
Der manuelle Abgleich zwischen Lieferschein und Rechnung verursacht in ConvenienceFilialen erheblichen manuellen Aufwand und birgt finanzielle Risiken. Diese Arbeit evaluiert geeignete Automatisierungslösungen und empfiehlt ein zweistufiges Vorgehen zur Umsetzung.
Ponnuthurai, Anitha, 2026
Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Coop Pronto AG
Betreuende Dozierende Moriggl, Pascal
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Eine schweizerische Convenience-Tankstellenkette beliefert ihre Filialen täglich mit Waren. Dabei entstehen im Belieferungsprozess u.a. die folgenden drei Belege: der Serial Shipping Container Code-Beleg, der Lieferschein und die Rechnung. Der Abgleich dieser Belege läuft manuell ab. Die Prüfung dieser Belege wird in den Filialen unterschiedlich durchgeführt. Da die Belege aus unterschiedlichen Systemen stammen und unterschiedliche Strukturen aufweisen, besteht die Möglichkeit, dass Fehler unerkannt bleiben und es entsteht ein Mehraufwand bei allen Prozessbeteiligten. Übersehen die Filia
Das Vorgehen orientiert sich am Problemlösungszyklus. Zur Erfassung des Ist-Zustands kombiniert die Arbeit drei Methoden: die nicht-teilnehmende Beobachtung in zwei Filialen, ein leitfadengestütztes Experteninterview mit dem zuständigen Vertriebskoordinator sowie eine Dokumentenanalyse der relevanten Belege. Die Erkenntnisse fliessen in ein BPMNProzessmodell und einen Feldkatalog. Darauf aufbauend werden sechs Lösungsansätze entwickelt und mittels einer Nutzwertanalyse bewertet. Die Bewertung stützt sich auf drei Dimensionen: Effizienz (40 %), Implementierbarkeit (35 %) und Wirtschaftlic
Die Beobachtungen zeigen, dass die Filialen den Abgleich sehr unterschiedlich umsetzen. Bei konsequenter Durchführung entsteht ein täglicher Aufwand von rund einer Stunde. Eine zentrale Erkenntnis betrifft den Lieferschein: Gemäss dem Vertriebskoordinator wird dieser weder für den Reklamationsprozess noch für den Abgleich zwingend benötigt. Der SSCCBeleg kann diesen vollständig ersetzen und künftig als führendes Dokument dienen. Von den sechs evaluierten Lösungsansätzen werden drei aufgrund fehlender technischer Voraussetzungen ausgeschlossen. Die verbleibenden drei Ansätze durchlaufen die vollständige Bewertung, wobei die regelbasierte Schnittstelle mit 2.48 Punkten die höchste Gesamtpunktzahl erzielt, gefolgt vom KI-basierten Abgleich (2.40) und dem BW/SACDashboard (2.16). Da wesentliche Voraussetzungen nicht abschliessend geklärt sind, empfiehlt die Arbeit ein zweistufiges Vorgehen: • Zunächst sind grundlegende Fragen zur Lieferschein-Ablösung, zur XML-Bereitstellung und zu datenschutzrechtlichen Voraussetzungen zu klären. • Parallel dazu empfiehlt sich eine interne Pilotierung des KI-basierten Ansatzes sowie eine vertiefte Abklärung des BW-basierten Ansatzes.
Studiengang: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Keywords Automatisierung, P2P, Three Way Matching
Vertraulichkeit: vertraulich