Aufbau einer Datentransformationspipeline in einem Industriebetrieb

Erst durch optimale Schnittdaten entfalten Zerspanungswerkzeuge ihr volles Potenzial. Eine Bachelorarbeit bei der FRAISA SA zeigt, wie sich deren Aufbereitung automatisieren lässt, indem ein handschriftliches Regelwerk in eine maschinell auswertbare Form überführt wird.

Cihan, Öner, 2026

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende FRAISA SA
Betreuende Dozierende Sterchi, Martin
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Zum Leistungsangebot der FRAISA gehört neben den Werkzeugen auch die Herausgabe der optimalen Schnittdaten. Diese ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Werkzeug, Werkstoff und Bearbeitungsstrategie. Die dafür nötige Datenbasis entstand bisher in manuellen Arbeitsschritten je Grundartikel. Damit stieg der Aufwand mit jedem weiteren einbezogenen Werkzeug. Die Regeln zur Herleitung der Schnittdaten lagen als handschriftlich verfasstes Regelwerk vor. Eine jährliche Wiederholung und Ausweitung auf weitere Teile des Sortiments liessen sich unter diesen Voraussetzungen nur schwer bewältigen.
Um die Automatisierung der Aufbereitung zu ermöglichen, folgt die Arbeit dem gestaltungsorientierten Ansatz der Design Science Research. Zunächst wurden aus Gesprächen mit der Auftraggeberschaft die Anforderungen an eine Lösung abgeleitet. Darauffolgend entstand ein Prototyp in der Programmiersprache R, aufgebaut nach dem ETL-Prozess: Einlesen der Ausgangsdaten, Transformieren der Daten anhand des Regelwerks und Herleiten der fehlenden Attribute und Laden in die Zielstruktur.
Der entwickelte Prototyp verarbeitet alle einbezogenen Werkzeuge in einem einzigen Durchlauf und erzeugt zwei Ausgabedateien im Excel-Format. Getrennt sind die Daten nach metrischen und Zollwerkzeugen, jeweils in der vorgegebenen Struktur der Zielanwendung. Dazu wurde das Regelwerk nicht im Programmcode hinterlegt, sondern ebenfalls in ein Excel überführt, um es maschinell auslesen zu können.Nebst der Minderung des jährlichen manuellen Aufwandes ergibt sich für die Auftraggeberschaft ein weiterer Vorteil: Durch diesen Entscheid lässt sich die Aufbereitung auf weitere Bearbeitungsstrategien erweitern, ohne dass ein Eingriff in den Code erforderlich ist. Eine Erweiterung bedeutet lediglich eine zusätzliche Zeile im Regelwerk und ist damit auch für Fachpersonen ohne Programmierkenntnisse möglich.Abweichungen für einzelne Kombinationen aus Bearbeitungsstrategie und bearbeitetem Werkstoff lassen sich in Spezialregeln abbilden, ohne die allgemein gültige Logik zu berühren.Der Prototyp ist dokumentiert und so ausgelegt, dass FRAISA eigenständig damit arbeiten kann.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Datentransformation, ETL-Prozess, Datenpipeline, Automatisierung, Schnittdaten
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
FRAISA SA, Bellach
Autorinnen und Autoren
Cihan, Öner
Betreuende Dozierende
Sterchi, Martin
Publikationsjahr
2026
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Datentransformation, ETL-Prozess, Datenpipeline, Automatisierung, Schnittdaten