Konzernhandbuch nach Swiss GAAP FER für die VEBO Genossenschaft
Die VEBO Genossenschaft benötigt für ihre Unternehmensgruppe klare, verbindliche Vorgaben zur Konzernrechnungslegung nach Swiss GAAP FER. Diese Bachelorarbeit entwickelt dafür ein praxisorientiertes Konzernhandbuch.
Nicola, Schleuniger & Dario Bucher, 2026
Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende VEBO Genossenschaft
Betreuende Dozierende Flückiger, Andreas
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Die VEBO Genossenschaft bildet mit der Kisag AG und der Plaque Suisse AG einen wachsenden Konzern, dessen Rechnung nach Swiss GAAP FER 21/30 erstellt wird. Die bestehenden Grundsätze reichen für die externe Berichterstattung, geben aber zu wenig konkrete Vorgaben für die tägliche Anwendung in den Gruppengesellschaften. Bei Darlehen, Sachanlagen, internen Leistungen, Entwicklungskosten und immateriellen Werten fehlt eine kurze, verbindliche Übersetzung der Anforderungen in wiederholbare Arbeitsschritte, was das Risiko uneinheitlicher Beurteilungen erhöht.
Nach einer vereinfachten Design-Science-Logik wurden interne Unterlagen, Verträge, Buchungsbelege und Auskünfte der VEBO zu den fünf Kernthemen ausgewertet und mit Swiss GAAP FER sowie den ESTV-Zinssätzen abgeglichen. Aus den erkannten Risiken und offenen Fragen je Fall wurden Sollregeln mit Zweck, Zuständigkeit, Vorgehen, Belegen und Kontrolle abgeleitet und in ein einheitlich strukturiertes, separates Konzernhandbuch überführt.
Ergebnis ist ein praxistaugliches Konzernhandbuch mit einheitlicher Sollstruktur: Jede Regel nennt Zweck, Geltungsbereich, Verantwortlichkeit, Vorgehen, Belege, Buchungs- und Konsolidierungsfolge sowie Mindestkontrolle. Bei Darlehen werden Höchst- und Mindestzins beziehungsweise Finanzierung berücksichtigt, bei Sachanlagen Aktivierungsgrenzen, Nutzungsdauer, Abschreibungsbeginn, Werthaltigkeit und Transfers dokumentiert. Interne Leistungen erhalten einen nachvollziehbaren Schlüssel, Entwicklungskosten und immaterielle Werte dokumentierte Ansatzkriterien, Nutzungsdauern und Werthaltigkeitsprüfungen.Für die Auftraggeberschaft entsteht dadurch nicht nur ein theoretisches Nachschlagewerk, sondern eine im Alltag anwendbare Arbeitslogik: Sachverhalt erfassen, Regel anwenden, Entscheid dokumentieren, Buchung abstimmen und Kontrolle nachweisen. Das reduziert das Risiko uneinheitlicher Beurteilungen bei weiterem Wachstum und schafft für die Zukunft eine Grundlage für die konzernweite Skalierung der Rechnungslegung.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Swiss GAAP FER, Konzernrechnung, Handbuch
Vertraulichkeit: vertraulich