Der Einfluss von Wechselkursschwankungen auf das Absicherungsverhalten: Eine empirische Analyse der Absicherungsquoten von Schweizer Unternehmen

Der Schweizer Franken wertet sich gegenüber den wichtigsten Handelswährungen seit Jahren auf, was für aussenhandelsorientierte Schweizer Unternehmen in Echtzeit spürbar ist. Doch wann sichern Schweizer Firmen ihre Währungsrisiken ab? Eine empirische Analyse deckt ein überraschendes Muster auf.

Crippa, Sirio, 2026

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Schweizer Bank
Betreuende Dozierende Niggli, Ruth
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Ein starker Franken schmälert die Margen der Exporteure und verbilligt zugleich den Einkauf der Importeure. Wer sich vor Wechselkursbewegungen schützen will, steuert seine Absicherungsquote. Wie Schweizer Unternehmen ihre Quote bei Wechselkursschwankungen anpassen, war bislang nicht untersucht. Die vorliegende Arbeit geht daher der Frage nach, wie sich die Absicherungsquote von Schweizer Unternehmen bei Schwankungen des Schweizer Frankens gegenüber den Wäh-rungen der wichtigsten Handelspartner verhält.
Als Datengrundlage diente eine vertrauliche Devisenumfrage einer führenden Schweizer Grossbank, in der jährlich mindestens 300 Schweizer Unternehmen zu ihren Wechselkurserwartungen und ihrem Absicherungsverhalten befragt werden. Die Umfragedaten von 2021 bis 2026 wurden mit den erwarteten und den tatsächlichen Wechselkursen sowie den Absicherungskosten verknüpft. Mittels einer Regressionsanalyse wurden die Daten, getrennt nach Export- und Importausrichtung der Unternehmen sowie dem entsprechendem Währungspaar, ausgewertet. Zwei Experten ordneten abschliessend die Ergebnisse ein.
Die Schweizer Unternehmen scheinen insgesamt ihre Währungsrisiken vor allem mit Blick in die Vergangenheit abzusichern. Das bedeutet, es sieht so aus, als reagieren sie überwiegend auf die Kursbewegungen des Vorjahres und kaum auf die eigene Prognose für das kommende Jahr. Am deutlichsten zeigt sich dieses Bild bei den Exporteuren im Dollarraum. Erlebten sie eine Aufwertung des Schweizer Frankens, erhöhten sie tendenziell ihre Absicherungsquote. Einzig die Importeure, die vorwiegend Euro benötigen, scheinen vorausschauend abzusichern anhand ihrer eigenen Prognose. Zusätzlich erstaunt, dass über den gesamten Erhebungszeitraum weniger als die Hälfte der Unternehmen ihre Fremdwährungstransaktionen überhaupt absichern. Dies ändert jedoch nichts an der Kernbotschaft der Arbeit: Viele Schweizer Unternehmen werden erst aktiv, wenn sich der Kurs bereits zu ihren Ungunsten bewegt hat.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Öffentliches Management Summary der Bachelor-Thesis
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Schweizer Bank
Autorinnen und Autoren
Crippa, Sirio
Betreuende Dozierende
Niggli, Ruth
Publikationsjahr
2026
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
Öffentliches Management Summary der Bachelor-Thesis