Besuchendenbefragung im Haus der Museen in Olten – Empirische Grundlagen für die Weiterentwicklung der Marketing- und Kommunikationsmassnahmen

Drei Museen unter einem Dach – und trotzdem oft übersehen? Eine Besuchendenbefragung im Haus der Museen in Olten zeigt: An der Qualität liegt es nicht. Die eigentliche Herausforderung liegt ganz woanders.

Ketheeswaran, Jithusha;Misic, Ivana, 2026

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Haus der Museen
Betreuende Dozierende Greiwe, Stephanie
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Das Haus der Museen in Olten vereint das Naturmuseum, das Historische Museum und das Archäologische Museum unter einem Dach. Über die Besuchenden, ihre Motive, ihr Erleben vor Ort und die von ihnen genutzten Informationskanäle lagen bislang kaum gesicherte Erkenntnisse vor. Entscheidungen im Marketing mussten deshalb weitgehend auf Erfahrungswerten beruhen. Ziel der Arbeit war es, mit einer Besuchendenbefragung empirische Grundlagen zu schaffen und daraus konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Marketing- und Kommunikationsmassnahmen abzuleiten.
Zunächst wurden die theoretischen Grundlagen zu Museumsmarketing, Besuchsmotivation, Kommunikationskanälen und Besuchendenzufriedenheit aufgearbeitet und sechs vergleichbare Museen hinsichtlich Angebot, Interaktivität, Veranstaltungsformaten und Kommunikation analysiert. Den Kern bildete eine quantitative Querschnittsbefragung mit 54 gültigen Rückmeldungen, die eine persönliche Befragung vor Ort mit einer Online-Erhebung per QR-Code kombinierte. Die Auswertung erfolgte deskriptiv und wurde durch eine GAP-Analyse (Wichtigkeit im Vergleich zur Leistung) so-wie den Net Promoter Score ergänzt.
Das Haus der Museen hat bei den Befragten kein Qualitäts-, sondern ein Sichtbarkeitsproblem. Die Gesamtzufriedenheit liegt bei 4.69 von 5, negative Bewertungen fehlen praktisch vollständig, und bei 14 von 15 untersuchten Aspekten übertrifft die wahrgenommene Leistung deren Wichtigkeit. Als Stärken zeigten sich Sauberkeit, Freundlichkeit des Personals, Gestaltung und Atmosphäre der Ausstellung sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Einzig die Interaktivität weist eine negative Lücke auf und ist den Befragten zugleich besonders wichtig. In der Kommunikation zeigt sich eine Diskrepanz: Informiert wird sich vor allem über Google, persönliche Empfehlungen und Webseiten, bekannt ist das Haus jedoch primär über die regionale Verankerung und den Zufall.Daraus wurden drei priorisierte Handlungsfelder abgeleitet: die digitale Sichtbarkeit stärken, wiederkehrende Besuchsanlässe schaffen und die Interaktivität ausbauen. Die Massnahmen sind nach Aufwand und erwarteter Wirkung in kurzfristige Quick Wins und langfristige Schritte gegliedert. Mit einem entwickelten Kurzfragebogen kann das Haus der Museen die Befragung künftig selbst fortführen und die Wirkung der Massnahmen laufend überprüfen.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Besuchendenbefragung Besuchendenforschung Museumsmarketing Marketingkommunikation Besuchsmotivation Besuchendenzufriedenheit Besuchserlebnis Kommunikationskanäle Zielgruppenansprache quantitative Befragung GAP-Analyse Net Promoter Score
Vertraulichkeit: öffentlich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Haus der Museen , Olten
Autorinnen und Autoren
Ketheeswaran, Jithusha;Misic, Ivana
Betreuende Dozierende
Greiwe, Stephanie
Publikationsjahr
2026
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
öffentlich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Besuchendenbefragung Besuchendenforschung Museumsmarketing Marketingkommunikation Besuchsmotivation Besuchendenzufriedenheit Besuchserlebnis Kommunikationskanäle Zielgruppenansprache quantitative Befragung GAP-Analyse Net Promoter Score