Analyse der KPI-Automatisierung und Datenqualität im Performance-Reporting

Ein verlässliches KPI-Reporting erfordert mehr als technisch berechnete Werte. Entscheidend ist, ob die KPI-Logiken die tatsächlichen Abläufe angemessen abbilden. Hier setzt die Untersuchung bei der Schweizer Landesgesellschaft eines europäischen Betreibers von Telekommunikationsinfrastruktur an.

Huser, Robin, 2026

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Schweizer Landesgesellschaft eines europäischen Betreibers von Telekommunikationsinfrastruktur
Betreuende Dozierende Spahic, Maja
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Die übergeordneten Konzernfunktionen definieren die Kennzahlen und stellen sie den Landesgesellschaften über eine gemeinsame Performance-Analytics-Plattform zur Verfügung. In der Schweiz werden einzelne Werte weiterhin manuell oder nur teilweise automatisiert rapportiert. Bei anderen KPIs ist unklar, ob die konzernweit definierte Logik mit dem Schweizer Prozess übereinstimmt. Die Bachelor-Thesis untersucht deshalb den Reportingstand und zeigt auf, welche Voraussetzungen für weitere Automatisierungsschritte und eine verlässliche Nutzung der KPI-Werte erfüllt sein müssen.
Das Vorgehen orientierte sich am CRISP-DM-Modell. Zu Beginn wurden die Performance-Analytics-Dashboards mit den Konzernunterlagen abgeglichen und durch operative Reportinginformationen ergänzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden in Interviews und Validierungsworkshops mit Fachpersonen überprüft und um die Schweizer Prozesssicht erweitert. Anschliessend wurden die Ergebnisse in einer KPI-Mastertable zusammengeführt. Auf dieser Basis erfolgte zunächst die Beurteilung von Prozesspassung und Datenqualität, gefolgt von der Einordnung der Automatisierbarkeit und des Reportingnutzens.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Automatisierungsstatus allein keine verlässliche Aussage über die Nutzbarkeit eines KPI zulässt. Mehrere Kennzahlen können systemseitig berechnet werden, bleiben jedoch eingeschränkt, wenn ihre Datenbasis den tatsächlichen Prozessstand nicht ausreichend wiedergibt. Teilweise bestehen zudem begriffliche oder fachliche Unklarheiten. Die KPI-Mastertable macht diese Zusammenhänge transparent und unterstützt die Abstimmung mit den zuständigen Konzernstellen und den Schweizer Fachpersonen. Prioritär sollten die KPI-relevanten End-to-End-Prozesse dokumentiert und die Datenpflege verbindlicher geregelt werden. Danach sind die Verantwortlichkeiten in der Schweiz festzulegen und die Dashboards stärker am Reportingnutzen auszurichten. Eine exemplarische Process-Mining-Untersuchung weist auf langfristiges Analysepotenzial hin. Die Aussagekraft der Bachelor-Thesis ist durch den fehlenden Zugriff auf die gruppenweite Datenbasis und den abgegrenzten KPI-Scope eingeschränkt. Dennoch liegt eine belastbare Entscheidungsgrundlage vor, um das Performance-Reporting weiterzuentwickeln und die nächsten Automatisierungsschritte zu priorisieren.
Studiengang: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Keywords KPI-Automatisierung, Performance-Reporting, Datenqualität, Business Intelligence, CRISP-DM, Prozessmanagement
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Schweizer Landesgesellschaft eines europäischen Betreibers von Telekommunikationsinfrastruktur
Autorinnen und Autoren
Huser, Robin
Betreuende Dozierende
Spahic, Maja
Publikationsjahr
2026
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
KPI-Automatisierung, Performance-Reporting, Datenqualität, Business Intelligence, CRISP-DM, Prozessmanagement