Der Wegfall des Haupteinkommens im Todesfall und dessen Auswirkungen auf die Tragfähigkeit von Hypotheken in der Schweiz - Nutzenanalyse der Todesfallrisikopolice als Absicherungsinstrument und Entwicklung eines Lösungsansatzes

Der Wegfall des Haupteinkommens im Todesfall kann die Tragfähigkeit von Hypotheken gefährden, da die Hinterlassenenleistungen der ersten und zweiten Säule Einkommensausfälle oftmals nur teilweise kompensieren. Demnach gewinnen freiwillige Absicherungslösungen zunehmend an Bedeutung.

Lisser, Andrea Paula, 2026

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Regionalbank in der Nordwestschweiz
Betreuende Dozierende Witmer, Thomas
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Die Finanzierung von Wohneigentum erfolgt üblicherweise mittels einer Hypothek. Fällt das Haupteinkommen infolge eines Todesfalls weg, führt dies oftmals zu einer Einkommensreduktion um 20% bis 60%. Folglich untersucht die Arbeit folgende Fragestellungen: (1) Welche Auswirkungen hat der Wegfall des Haupteinkommens im Todesfall auf die Tragfähigkeit von Hypotheken in der Schweiz und welchen Nutzen bietet die Todesfallrisikopolice zur Absicherung der identifizierten Auswirkungen? Und (2) inwiefern kann die betrachtete Regionalbank ihre Kunden durch einen konkreten Lösungsansatz absichern?
Das Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen des Wegfalls des Haupteinkommens auf die Tragfähigkeit von Hypotheken zu analysieren. Dabei wird die Rolle der Todesfallrisikopolice im Rahmen der Sicherstellung der langfristigen Tragbarkeit untersucht, woraus ein Absicherungsansatz für das betrachtete Kreditinstitut und deren Kundschaft erarbeitet wird. Zur Beantwortung der Fragestellung erfolgte eine systematische Literaturrecherche in wissenschaftlichen und betriebsinternen Datenbanken sowie 13 teilstrukturierte Experteninterviews.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Hinterlassenenleistungen des Vorsorgesystems den Wegfall des Haupteinkommens für die definierte Zielgruppe häufig nicht vollständig ausgleichen. Infolgedessen kann die Tragfähigkeit der Hypothek gefährdet werden. Dies kann sowohl für die Hinterbleibenden als auch die kreditgebende Bank zu weitreichenden Konsequenzen führen. Die Todesfallrisikopolice erwies sich für beide Parteien als wirksames Instrument zur Reduktion der identifizierten Risiken und allfälliger Vorsorgelücken, auch wenn sie nicht in allen Fällen eine vollständige Absicherung gewährleistet. Der entwickelte zweistufige Absicherungsansatz ermöglicht eine effiziente Standardabsicherung über die kollektive Todesfallrisikopolice, während komplexere Fälle mittels Risikocheck gezielt einer ergänzenden Beratung zugeführt werden. Die Erkenntnisse schaffen für die Auftraggeberin eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur Weiterentwicklung ihres Angebots und verdeutlichen Kundinnen und Kunden die Bedeutung einer frühzeitigen Vorsorgeplanung. Zukünftige Forschungsvorhaben sollten die Anwendung des entwickelten Lösungsansatzes in der Praxis validieren und auf sämtliche Kundensegmente ausweiten.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Vorsorge, Vorsorgesystem, Vorsorgelücken, Hypothek, Tragbarkeit, Einkommensausfall, Todesfallrisikopolice, Absicherung
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Regionalbank in der Nordwestschweiz
Autorinnen und Autoren
Lisser, Andrea Paula
Betreuende Dozierende
Witmer, Thomas
Publikationsjahr
2026
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Basel
Keywords
Vorsorge, Vorsorgesystem, Vorsorgelücken, Hypothek, Tragbarkeit, Einkommensausfall, Todesfallrisikopolice, Absicherung