Benchmark Verwaltungsstruktur: FTE-Analyse der Gemeinden

Die Bachelorarbeit analysiert personelle Ressourcen in Gemeindeverwaltungen der Nordwestschweiz. Eine Online-Umfrage in AG, SO, BL und BS liefert vergleichbare Daten zu Stellenprozenten, zeigt Muster/Unterschiede und leitet Idealbilder als Orientierung für Optimierungen ab.

Fabio Brunner & Nicolas Lüthi, 2025

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Unternehmen für Prozessoptimierung
Betreuende Dozierende Schaeren, Rolf
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Gemeindeverwaltungen stehen durch Digitalisierung, Demografie und neue Gesetze unter Druck. Für eine bedarfsgerechte Ressourcenplanung fehlt eine fundierte Übersicht zum Personaleinsatz je Bereich, ebenso eine vergleichende Analyse im FHNW-Raum. Die Arbeit untersucht daher, wie sich Stellenprozente in Gemeinden der Nordwestschweiz verteilen und welche Muster bei interner Leistungserbringung und Auslagerung erkennbar sind.
Das Projekt umfasst drei Phasen: (1) Datensammlung via Online-Umfrage an alle politischen Gemeinden in AG, SO, BL und BS. Der Fragebogen wurde iterativ entwickelt (Recherche, Abstimmung mit Dozent/Auftraggeber, Pretest mit Gemeinden) und im November per Microsoft Forms an ca. 400 Gemeinden versendet. (2) Datenaufbereitung, Analyse und Visualisierung, Ziel waren mind. 30 Rückläufe. (3) Konsolidierung der Ergebnisse im Abschlussbericht mit Schlussfolgerungen und Empfehlungen sowie Präsentation im Abschlussmeeting.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine deutliche Ungleichverteilung der internen Stellenprozente zwischen den Tätigkeitsbereichen besteht. Der Technische Dienst weist in allen Gemeindegrössen die höchsten Personalanteile auf und wächst stark mit der Einwohnerzahl. Auch Zentrale Dienste, Bauverwaltung und Finanzen nehmen deutlich zu, während Querschnittsfunktionen wie HR/Personal und ICT/Digitalisierung vergleichsweise schlank bleiben. Zweitens zeigt sich bei der Leistungserbringung eine klare Differenzierung. Gewisse Bereiche werden überwiegend intern erbracht, während andere eine hohe Vielfalt an Organisationsformen aufweisen. Ausserdem wird deutlich, dass die Gemeindegrösse zwar ein zentraler Treiber des Personalbedarfs ist, einzelne Bereiche jedoch stark durch Zuständigkeiten, Kooperationsmodelle und Kontextfaktoren geprägt werden. Arbeitslasten variieren teils erheblich. Als zentrales Ergebnis wurden empirisch abgeleitete Idealbilder entwickelt. Diese dienen als nicht-normativer Referenzrahmen zur Einordnung der eigenen Personalstruktur und unterstützen datenbasierte Entscheidungen zu Ressourceneinsatz, Bündelung, Kooperation und Auslagerung.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Analyse, Stellenprozent, Gemeinden, Benchmark, Verwaltungsstruktur, FTE, Full-Time-Equivalent
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Unternehmen für Prozessoptimierung
Autorinnen und Autoren
Fabio Brunner & Nicolas Lüthi
Betreuende Dozierende
Schaeren, Rolf
Publikationsjahr
2025
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
Analyse, Stellenprozent, Gemeinden, Benchmark, Verwaltungsstruktur, FTE, Full-Time-Equivalent