Analyse für ein Sozialunternehmen: «KI und Arbeitsintegration – bereit für die Arbeitswelt 4.0»
Diese Arbeit untersucht, wie Künstliche Intelligenz (KI) im Sozialunternehmen ESPAS so eingesetzt werden kann, dass sie Mitarbeitende mit unterschiedlichen Voraussetzungen im Arbeitsalltag unterstützt und die berufliche Integration stärkt, ohne neue Barrieren zu schaffen.
Fryderyk Sikon, 2026
Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende ESPAS
Betreuende Dozierende Buller, Irene
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ESPAS setzt sich als Sozialunternehmen für die soziale und berufliche Integration von Menschen mit psychischen oder körperlichen Erwerbsbeeinträchtigungen ein und begleitet den Einstieg oder die Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig stärkt ESPAS durch angepasste Arbeitsplätze die Selbstständigkeit und Teilhabe der Mitarbeitenden. Die zunehmende Digitalisierung verändert Arbeitsprozesse und Kompetenzanforderungen grundlegend. Für ESPAS stellt sich die Frage, wie KI so eingeführt werden kann, dass sie Teilhabe fördert und Unsicherheiten oder Exklusion vermeidet.
Die Arbeit kombiniert qualitative Interviews mit Mitarbeitenden aus Verwaltung, Logistik und IT mit einer designorientierten Auswertung. Auf Basis der Interviewanalyse wurden Einstellungen, Lernbedarfe und wahrgenommene Chancen und Risiken erhoben. Daraus wurden Gestaltungsprinzipien sowie exemplarische Anwendungsfelder für den KI-Einsatz abgeleitet. Ziel war es, aufzuzeigen, wie KI bei ESPAS organisatorisch, didaktisch und ethisch sinnvoll eingebettet werden kann.
Die Ergebnisse zeigen, dass KI dann akzeptiert wird, wenn sie als konkrete Unterstützung im Arbeitsalltag erlebbar ist und menschliche Kontrolle gewährleistet bleibt. Akzeptanz hängt weniger vom technischen Fachwissen ab als von Orientierung, Vertrauen und praktischer Erfahrung. Techniknahe Mitarbeitende bewerten KI differenziert und reflektiert, während andere eher mit Unsicherheit reagieren. Geeignete Einsatzfelder liegen insbesondere in der Textverarbeitung, der Strukturierung von Arbeitsanweisungen, der Planung sowie der Vereinfachung von Informationen.
Als zentrales Ergebnis wurde ein praxisorientierter Leitfaden für die Einführung von KI entwickelt. Dieser empfiehlt, KI konsequent als Assistenzsystem zu positionieren, Lernangebote kurz, verständlich und arbeitsnah zu gestalten, Führungskräfte aktiv in die Begleitung einzubeziehen und klare organisatorische Zuständigkeiten festzulegen. Ergänzend werden verbindliche Datenschutz- und Ethikregeln empfohlen, um Vertrauen und Transparenz zu sichern. So kann KI gezielt zur Förderung von Teilhabe und beruflicher Integration eingesetzt werden.
Studiengang: Business Information Technology (Bachelor)
Keywords KI, Arbeitsintegration, Arbeitswelt 4.0
Vertraulichkeit: öffentlich