Human Cyber Defense – Awareness-Trainings und organisationale Faktoren der Cyber-Resilienz

4'880'000 USD – so hoch sind die durchschnittlichen Kosten einer Datenpanne. Das Absurde ist, dass diese grosse Zahl oft auf ein kleines Fehlverhalten eines Menschen zurückzuführen ist. Diese Arbeit untersucht, wie wirksame Awareness-Trainings und organisationale Faktoren das Verhalten beeinflussen.

Besar Dakaj, 2026

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende isolutions AG
Betreuende Dozierende Westpfahl, swantje
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Die fortschreitende Digitalisierung bindet vernetzte Technologien immer stärker in den Arbeitsalltag ein und vergrössert damit die Angriffsfläche, wodurch Cybersicherheit zur zentralen Voraussetzung für Stabilität in Unternehmen wird. Gleichzeitig hängt die Sicherheit der Systeme nicht nur von Technik ab, sondern stark vom menschlichen Verhalten. Awareness-Trainings können unterstützen, reichen aber allein oft nicht aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Trainingsgestaltung und organisationalen Faktoren, damit sich sicheres Verhalten im Alltag etabliert.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung. Auf Basis der Literatur wurde eine Onlineumfrage entwickelt, um Zusammenhänge zwischen wahrgenommenen Trainingsmerkmalen, organisationalen Faktoren, sicherheitsrelevantem Verhalten und Meldebereitschaft zu analysieren. Es wurden 119 vollständig auswertbare Antworten erhoben, was eine ausreichende Grundlage für die Auswertung bildet. Zuletzt werden die Ergebnisse der Umfrage interpretiert und mit der Literatur verglichen.
Die Ergebnisse zeigen positive Zusammenhänge zwischen Trainingsmerkmalen und dem Gesamtverhalten, während die Trainingshäufigkeit allein keinen klaren Effekt zeigt. Feedback ist dabei der stärkste Erfolgsfaktor. Organisationale Faktoren wirken vor allem auf das Melden. Ein starker Kulturindex geht mit besserem Gesamtverhalten und höherer Meldebereitschaft einher und stärkt besonders die Handlungsfähigkeit vor einer Meldung. Der stärkste Hebel ist Meldeklarheit. Der praktische Nutzen für isolutions AG besteht darin, das Awareness-Angebot und die interne Umsetzung klar zu priorisieren. Statt den Fokus auf «mehr Trainings» zu legen, sollten Trainings so gestaltet werden, dass Mitarbeitende regelmässig kurze und konkrete Rückmeldungen erhalten und Inhalte durch Wiederholung und Auffrischung im Arbeitsalltag verankert werden. Gleichzeitig sollte das Melden bewusst einfach gemacht werden, indem der Meldekanal eindeutig kommuniziert wird und eine Rückmeldung nach einer Meldung verlässlich erfolgt. So kann isolutions AG die Meldebereitschaft und die Reaktionsfähigkeit in Teams spürbar erhöhen und diese Elemente auch im Kundenangebot als verständliche Qualitätsmerkmale positionieren.
Studiengang: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Keywords Cybersecurity, Awareness-Trainings, organisationale Faktoren, Cyber-Resilienz
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
isolutions AG, Bern
Autorinnen und Autoren
Besar Dakaj
Betreuende Dozierende
Westpfahl, swantje
Publikationsjahr
2026
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Cybersecurity, Awareness-Trainings, organisationale Faktoren, Cyber-Resilienz