Smart Living im Alter – Technologische Wege zum selbstbestimmten Wohnen

Smart-Living-Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, älteren Menschen ein selbstständiges und sicheres Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Die Arbeit zeigt, wie Sensorik, Robotik, Assistenzsysteme und Telemedizin Pflege entlasten und Lebensqualität erhöhen können.

Julie Meyer 1 & Arjeta Bajrami & Saliha Onay, 2025

Art der Arbeit Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende FHNW HSW, IWI
Betreuende Dozierende Moriggl, Pascal
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Der Wunsch vieler älterer Menschen, möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung zu leben, trifft zunehmend auf gesundheitliche Risiken wie Stürze oder kognitive Einschränkungen sowie auf begrenzte Pflegekapazitäten. Angehörige und professionelle Pflege stehen dadurch unter wachsendem Druck. Technologische Entwicklungen im Bereich Smart Living bieten das Potenzial, Sicherheit, Betreuung und Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern, werfen jedoch zugleich Fragen zur Akzeptanz, Bedienbarkeit und zum Datenschutz auf.
Die Arbeit basiert auf Desk Research sowie drei qualitativen Interviews mit einer Seniorin, einem Hausarzt und einer Spitex-Mitarbeiterin. Untersucht wurden der Einsatz von Sensorik, Service- und Sozialrobotik, digitalen Assistenzsystemen sowie telemedizinischen Angeboten im häuslichen Umfeld. Auf Basis der Erkenntnisse wurden drei Personas entwickelt und exemplarische Smart-Living-Wohnräume gestaltet, die unterschiedliche Bedürfnisse älterer Menschen abbilden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Smart-Living-Technologien die Sicherheit und Lebensqualität älterer Menschen deutlich erhöhen können. Unauffällige, kamerafreie Sensoren erkennen Stürze und Veränderungen im Alltag und werden gut akzeptiert. Assistenzsysteme unterstützen bei Medikamenteneinnahme, Orientierung und Tagesstruktur, insbesondere bei kognitiven Einschränkungen. Roboter entlasten Pflegepersonal und Angehörige körperlich und sozial. Telemedizin ermöglicht eine frühzeitige Erkennung gesundheitlicher Veränderungen und reduziert unnötige Arztbesuche. Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz sind einfache Bedienbarkeit, der Schutz der Privatsphäre, eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer sowie die Einbindung von Fachpersonen. Smart Living stellt damit einen zentralen Ansatz dar, um selbstständiges, sicheres Leben im Alter nachhaltig zu unterstützen.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Demographischer Wandel, Sensoren, intelligente Assistenzsysteme, Service-Robotik, Telemedizin, Future Living Lab
Vertraulichkeit: öffentlich
Art der Arbeit
Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende
FHNW HSW, IWI, FHNW Basel
Autorinnen und Autoren
Julie Meyer 1 & Arjeta Bajrami & Saliha Onay
Betreuende Dozierende
Moriggl, Pascal
Publikationsjahr
2025
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
öffentlich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Demographischer Wandel, Sensoren, intelligente Assistenzsysteme, Service-Robotik, Telemedizin, Future Living Lab