Förderung der öV Nutzung in der Freizeit

Die Projektarbeit untersucht, wie ein städtischer öV-Anbieter seine Fahrgastzahlen im Freizeitverkehr duch erlebnisorientierte Angebote nachhaltig steigern kann.

Polina Krening & Theepiga Nakuleshwaran & Samia Muftah & Millennium Zerayohannes, 2025

Art der Arbeit Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende öV-Anbieter
Betreuende Dozierende Özdemir, Feriha
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Ausgangspunkt ist, dass die Einsteigerzahlen auch Jahre nach der Corona-Pandemie unter dem früheren Niveau liegen und viele Freizeitwege weiterhin mit Auto, Velo oder E Bike zurückgelegt werden. Im Fokus steht die Frage, wie erlebnisorientierte Angebote den öffentlichen Verkehr für Freizeitfahrten attraktiver machen und neue Nutzergruppen ansprechen können.
Als methodischer Rahmen dient der Double-Diamond-Ansatz aus dem Design Thinking, der die Arbeit in Problemraum (Analyse) und Lösungsraum (Konzeptentwicklung) gliedert. Darauf aufbauend werden Erkenntnisse zu Freizeitmobilität, Nutzungsverhalten und Verkehrsmittelwahl mit der Analyse des Freizeitsegments eines regionalen öV-Unternehmens kombiniert. Betrachtet werden Struktur und bestehende Freizeitangebote, Kundensegmente sowie deren Nutzungsmuster. Ergänzend fliessen eine Online-Umfrage mit 126 Teinehmende und ein Experteninterview mit einem Verbundunternehmen des öffentlichen Verkehrs ein.
Die Auswertungen zeigen, dass der öffentliche Verkehr in der Stichprobe bereits häufig für Freizeitaktivitäten wie Einkaufen, Restaurant- und Kinobesuche oder Treffen mit Familie und Freunden genutzt wird. Bei kurzen und spontanen Wegen bleiben jedoch andere Verkehrsmittel eine starke Konkurrenz. Für Freizeitfahrten mit dem öV zählen vor allem Zuverlässigkeit, ein angenehmes Erleben der Strecke und die Möglichkeit, die Stadt unkompliziert zu erkunden; rein digitale Inspirationsangebote sprechen nur eine kleinere Nutzergruppe an. Darauf aufbauend entstand das Konzept «Zeitreise im Tram»: Historische Bilder, kurze Texte und Audio-Geschichten zu ausgewählten Orten entlang von Tramlinien machen Alltagsfahrten zu kleinen Stadterlebnissen und verbinden Mobilität mit Geschichte und Kultur. Die Inhalte sollen digital sowie gedruckt verfügbar sein. Die Arbeit folgert, dass solche erlebnisorientierten Angebote das Freizeitprofil schärfen, die Bindung zur Marke stärken und zusätzliche Fahrten ausserhalb der Pendelzeiten anstossen können. Empfohlen wird ein schrittweiser Test auf ausgewählten Linien mit klaren Erfolgskriterien sowie eine Weiterentwicklung mit Kultur- und Tourismusträgern.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords öffentlicher Verkehr, Freizeitverkehr, Marketing
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende
öV-Anbieter
Autorinnen und Autoren
Polina Krening & Theepiga Nakuleshwaran & Samia Muftah & Millennium Zerayohannes
Betreuende Dozierende
Özdemir, Feriha
Publikationsjahr
2025
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
öffentlicher Verkehr, Freizeitverkehr, Marketing