Analyse der Märkte für Beton und dessen Bestandteile in der Schweiz – die aktuelle Situation und künftige Entwicklungen

Der Baustoff Beton ist in der Schweiz in jedem Gebäude vorhanden und somit nicht mehr aus der heutigen Baupraxis wegzudenken. Wie ist die Industrie hinter dem Baustoff in der Schweiz aufgebaut und wird Beton auch in der Zukunft weiterhin verwendet?

Anna Kohler, 2019

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Institut Bauingenieurwesen HABG, FHNW
Betreuende Dozierende Spengler, Philipp
Keywords Beton, Zement, Kies und Sand, Betonindustrie, Rohstoffvorkommen Betonherstellung, Trends Betonindustrie Schweiz
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Die Eigenschaften wie Langlebigkeit und Beständigkeit machen Beton zu einem einzigartigen Baustoff. Insgesamt gibt es in der Schweiz 503 Kies- und Betonwerke, welche im Jahr 2016 gesamthaft 15.7 Millionen Kubikmeter Beton ausgestossen haben. Die Betonindustrie erzielte einen Umsatz von 2.4 Milliarden Schweizer Franken. Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage: Wie funktionieren der Betonmarkt und die Märkte der Bestandteile von Beton in der Schweiz und welche Veränderungen zeichnen sich für diese aufgrund von aktuellen und zukünftigen Entwicklungen ab?
Zur Beantwortung der Frage wurden wissenschaftliche Artikel, Bücher und Berichte in den Datenbanken Google Scholar und NEBIS gesucht und systematisch analysiert. Weitere hilfreiche Quellen waren die Publikationen der Betonverbände der Schweiz. Um die Erkenntnisse der Literaturrecherche zu überprüfen und weiterzuführen, wurden Experteninterviews mit vier Vertretenden aus der gesamten Wertschöpfungskette von Beton durchgeführt.
Beton setzt sich aus Zement, Sand/ Kies und Wasser zusammen. Die für die Herstellung von Beton notwendigen Rohstoffe sind in der Schweiz aufgrund ihrer geografischen und geologischen Gegebenheiten reichlich vorhanden. Die heutigen Abbautätigkeiten werden jedoch durch überlagernde Nutzungsansprüche wie beispielsweise Landschafts- oder Grundwasserschutz eingeschränkt. Die Ausgangsstoffe für Beton werden in der Schweiz hauptsächlich lokal abgebaut und produziert. Dabei beträgt der Anteil der inländischen Produktion bei Zement 85 Prozent und bei Sand und Kies sogar 90 Prozent. Importe erfolgen lediglich in den Grenzregionen. Beton weist aufgrund des Zementanteils eine schlechte CO2-Bilanz auf. Bei der Zementherstellung wird Klinker in Öfen bis 1450 Grad Celsius gebrannt und dadurch entstehen hohe CO2-Emissionen. Diese können jedoch über die gesamte Nutzungsdauer aufgrund der Eigenschaften von Beton wie Temperaturspeicherfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit relativiert werden. Die Ergebnisse der Experteninterviews haben die Erkenntnisse aus der Literaturrecherche bestätigt und aufgezeigt, dass Beton der wichtigste Baustoff der Schweiz ist und vermutlich auch bleiben wird. Abgeleitet aus der Analyse, ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Beton auch zukünftig sehr hoch sein wird, da es aktuell keine Alternativbaustoffe mit den Eigenschaften von Beton gibt. Die Ressourcen für die lokale und inländische Produktion sind in der Schweiz vorhanden. Die Herausforderung dabei wird sein, die natürlichen Vorkommen, welche abbaubar sind, zu nutzen und den Anteil an Recyclingbeton zu erhöhen. Dies schützt die natürlichen Vorkommen und sichert das zukünftige Angebot von Beton. Weiter untersucht werden sollten die tatsächlichen Rohstoffvorkommen in der Schweiz, da aktuell keine Daten dazu vorliegen. Daher ist nicht genau bekannt, wie lange diese für die Betonherstellung ausreichen.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: öffentlich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Institut Bauingenieurwesen HABG, FHNW, Muttenz
Autorinnen und Autoren
Anna Kohler
Betreuende Dozierende
Spengler, Philipp
Publikationsjahr
2019
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
öffentlich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Basel
Keywords
Beton, Zement, Kies und Sand, Betonindustrie, Rohstoffvorkommen Betonherstellung, Trends Betonindustrie Schweiz