Prozesskostenanalyse für das Umschlagslager der Streck Transport AG

Steigende Gemeinkosten erfordern eine präzise Kostenallokation im Rahmen der internen Leistungsverrechnung. Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie mittels Time-Driven Activity-Based-Costing die Kostentransparenz bei der Streck Transport AG erhöht werden konnte.

Matthys, Martin, 2023

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Streck Transport AG
Betreuende Dozierende Koch, Maximilian
Keywords Controlling, Prozesskostenrechnung, activity-based-costing, time-driven activity-based-costing, Prozesskosten, Prozesskostenanalyse
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Das Umschlagslager der Streck Transport AG dient als zentrale Drehscheibe für den Umschlag, die Lagerung und die Weiterleitung von Gütern. Hier werden innerbetriebliche Leistungen erbracht, die im Rahmen einer internen Leistungsverrechnung den verschiedenen Endkostenstellen im Unternehmen belastet werden. Um hier eine möglichst verursachungsgerechte Kostenzuordnung zu erreichen, ist eine Kostentransparenz erforderlich. Die Prozesskostenrechnung ist ein Instrument um dieses Ziel erreichen.
Für die Arbeit wurden leitfadengestützte Interviews mit an den Prozessen beteiligten Personen durchgeführt. Diese Art der Datenerhebung wurde durch Beobachtungen und Zeitmessungen vor Ort sowie durch die Analyse interner Dokumente ergänzt. Mit diesem Vorgehen konnte schliesslich die Ausgangslage detailliert erfasst werden und die Grundlage für die Durchführung einer Prozesskostenrechnung geschaffen werden.
Die Ergebnisse der Arbeit haben gezeigt, dass der Ansatz der zeitgesteuerten Prozesskostenrechnung (Time-Driven Activity-Based-Costing) am besten für den konkreten Anwendungsfall geeignet ist. Der Kostenblock des Umschlagslagers wurde in leistungsmengenneutrale und leistungsmengeninduzierte Kosten unterteilt. Die Methode verfolgt einen Bottom-up Ansatz. Den einzelnen Teilprozessen wurden Zeitwerte zugeordnet, die durch Messungen ermittelt wurden. Durch die Multiplikation der Zeitwerte mit dem Zeitkostensatz liessen sich schliesslich die Prozesskostensätze errechnen. Durch dieses Vorgehen konnten die tatsächlichen Prozesskosten offengelegt werden. Die leistungsmengenneutralen Kosten wurden separat behandelt. Diese wurden anhand der Hallenfläche umgelegt. Es hat sich gezeigt, dass die zeitgesteuerte Prozesskostenrechnung eine genauere Kostenzuordnung ermöglicht als das bisher angewandte Verfahren. Bei einer allfälligen Implementierung könnte die Methode zudem auch als Führungsinstrument eingesetzt werden, da diese die Leerkapazitäten im Umschlagslager sichtbar macht.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Streck Transport AG, Möhlin
Autorinnen und Autoren
Matthys, Martin
Betreuende Dozierende
Koch, Maximilian
Publikationsjahr
2023
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Basel
Keywords
Controlling, Prozesskostenrechnung, activity-based-costing, time-driven activity-based-costing, Prozesskosten, Prozesskostenanalyse