Individuelle Prämienberechnung Rechtsschutzversicherung für Privatpersonen

Während für andere Versicherungszweige Personendaten für die Prämienberechnung entscheidend sind, arbeitet Fortuna mit Einheitstarifen. Fortuna möchte wissen, welche Merkmale für eine individuelle Prämienberechnung in Frage kommen und was bei einer Umstellung beachtet werden muss.

Hunziker, Marc, 2023

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG
Betreuende Dozierende Demarmels, Carol
Keywords Prämienberechnung Versicherung
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Durch eine bevorstehende Transformation innerhalb von Generali öffnen sich auch für die Tochtergesellschaft Fortuna Rechtsschutzversicherung neue Türen. Unter anderem soll eine Umstellung weg von Einheitstarifen hin zur individuellen Prämienberechnung geprüft werden. In anderen Versicherungsarten ist diese Form der Prämienberechnung gängige Praxis. Das Hauptziel dieser Arbeit ist festzustellen, welche persönlichen Merkmale einen statistisch signifikanten und relevanten Einfluss auf die Schadenbelastung haben und somit für ein Kalkulationsmodell als unabhängige Variablen in Frage kommen.
Nach Behandlung der wissenschaftlichen Literatur zu den relevanten Modellen folgt die Analyse der aktuellen Prämienberechnung von Fortuna und ihrer Konkurrenz. Bevor die Auswertung der Daten stattfindet, werden die Probleme in der Datenerhebung eruiert und die Datensätze entsprechend aufbereitet. Nach der Auswertung der Daten wird eine mögliche Diskriminierung durch die Verwendung personenbezogener Daten für die Prämienberechnung thematisiert. Anschliessend folgt eine SWOT-Analyse zur neuen Form der Prämienberechnung. Abschliessend werden Vorschläge zur Umsetzung präsentiert.
Die Analyse der Marktsituation hat ergeben, dass in der Schweiz noch keine Rechtsschutzversicherung auf personenbezogene Merkmale als Risikofaktoren bei der Prämienberechnung setzt. Dennoch hat die Datenauswertung gezeigt, dass einige Merkmale wie Geschlecht, Alter oder Nationalität einen statistisch signifikanten und z. T. starken Effekt auf die Schadenbelastung haben. Wie signifikant und stark der Effekt der jeweiligen unabhängigen Variablen ausfällt, hängt jeweils davon ab, was die zu modellierende abhängige Variable ist: Schadenfrequenz oder Schadenhöhe. Während die EU zumindest das Verwenden des Geschlechts als Kriterium verbietet, gibt es in der Schweiz diesbezüglich keine Einschränkungen, solange die Berechnungen auf versicherungsmathematischen Grundsätzen basieren und ordentlich Statistik geführt wird. Die SWOT-Analyse hat einige Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken hervorgebracht, die es bei einer möglichen Umstellung auf eine individuelle Prämienberechnung zu beachten gibt. Das Konzept zur Umsetzung bietet abschliessend eine Hilfestellung, wie der Wechsel erfolgen könnte.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG, Adliswil
Autorinnen und Autoren
Hunziker, Marc
Betreuende Dozierende
Demarmels, Carol
Publikationsjahr
2023
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
Prämienberechnung Versicherung