Transferpreise Glutz AG

Die Entwicklung und Implementierung eines Transferpreissystems gehört zu den primären und zugleich anspruchsvollsten Obliegenheiten des Konzerncontrollings und ist für den langfristigen Erfolg eines multinationalen Unternehmens essentiell.

Vaidi, Luan & Martic, Stjepan, 2018

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Glutz AG
Betreuende Dozierende Langenegger, Christoph
Keywords OECD, Verrechnungspreismethoden, Dokumentationsvorschriften, Sachverhaltsdokumentation, Angemessenheitsdokumentation, BEPS, Fremdvergleichsgrundsatz, Währungsrisiko, internationales Steuerrecht, Konzerncontrolling
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Das in Solothurn ansässige, international agierende Familienunternehmen Glutz konzentriert sich auf das Wachstum im Ausland. Um Doppelbesteuerungen zu vermeiden, die steuerliche Akzeptanz zu sichern und von vorteilhaften Funktionen eines Transferpreissystems zu profitieren, werden die Prozesse rund um Transferpreise für Glutz immer wie ausschlaggebender. Gegenwärtig sind im betrachteten Unternehmen kein einheitliches oder zufriedenstellendes Transferpreissystem und keine geeignete Dokumentation implementiert. Auch seitens Steuerbehörden werden fortlaufend höhere Anforderungen an die Transferpreise gestellt. Weiter sind steuerrechtliche Rahmenbedingungen von Komplexität und Dynamik geprägt, weshalb international operierende Konzerne auf dem Gebiet der Verrechnungspreise ihre Anstrengungen beweisen müssen – so auch das in Solothurn beheimatete Unternehmen Glutz.
Nach interessanten theoretischen Einsichten sowie Einarbeitung in die Ausgangslage der Glutz AG erfolgt das praxisorientierte Transferpreiskonzept, dessen Hauptaugenmerk auf die Erarbeitung einer Dokumentation liegt. Diese besteht aus einer Sachverhalts- und Angemessenheitsdokumentation. Unter Verwendung aussagekräftiger Literatur werden alle relevanten OECD-Vorschriften berücksichtigt, um dem Konzerncontrolling der Glutz AG eine übertrag- und verwertbare Handlungsempfehlung auszuhändigen. Im letzten Teil werden mögliche Perspektiven in punkto Währungsrisiken beleuchtet.
Die Erstellung eines Verrechnungspreiskonzeptes ist hochkomplex und geht mit grossem Aufwand einher. Der Nutzen liegt in der Ausarbeitung eines Grundrasters, das die Komplexität in ihre Einzelteile gliedert. Es zeigte sich, dass eine gründliche Sachverhaltsdokumentation detaillierte Informationen über die Organisation, den Markt und Wettbewerb, die Geschäftsvorfälle und eine substanziierte Funktions- und Risikoanalyse beinhalten soll. In der Angemessenheitsdokumentation soll ein Überblick der gängigen Verrechnungspreismethoden sowie deren Anwendbarkeit ausführlich reflektiert werden. Die Durchsicht der steuerlich anerkannten Verrechnungspreismethoden hat ergeben, dass die Wiederverkaufspreismethode die geeignetste Methode für die Bestimmung der Verrechnungspreise von Warenlieferungen ist. Die Autoren sind zum Schluss gekommen, dass sich die transaktionsbezogene Nettomargenmethode für die Verrechnung der Konzernsteuerung am ehesten eignet, während die zentralisierte Administration mit der Kostenaufschlagsmethode zu handhaben ist. In Bezug auf Währungsrisiken ist dessen Zentralisierung anzustreben und mittels Partizipation am Devisenterminhandel abzusichern.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Glutz AG, Solothurn
Autorinnen und Autoren
Vaidi, Luan & Martic, Stjepan
Betreuende Dozierende
Langenegger, Christoph
Publikationsjahr
2018
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
OECD, Verrechnungspreismethoden, Dokumentationsvorschriften, Sachverhaltsdokumentation, Angemessenheitsdokumentation, BEPS, Fremdvergleichsgrundsatz, Währungsrisiko, internationales Steuerrecht, Konzerncontrolling