Ursachenfindung der sinkenden Nachfrage bei Tram- und Buslinien

Die sinkende Nachfrage auf Tram- und Buslinien ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Es lassen sich jedoch zwei Hauptgründe erkennen, die in der Beobachtungsperiode zwischen 2013 und 2017 einen massiven Einfluss auf die Fahrgäste der Basler Verkehrsbetriebe hatten.

Würsch, Patrick, 2018

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Basler Verkehrsbetriebe
Betreuende Dozierende Schaufelbühl, Karl
Keywords Nachfragefückgang Tram und Bus, sinkende Fahrgast- zahlen, Passagierverhalten, Konkurrenz zu Trams, Stadtverkehr, Basler Verkehrsbetriebe
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Einzelne Linien der Basler Verkehrsbetriebe verzeichneten in den vergangenen fünf Jahren einen kontinuierlichen Nachfragerückgang. Die Basler Verkehrsbetriebe haben sich entschieden, Ursachen für die sinkende Anzahl Fahrgäste zu identifizieren und daraus Verbesserungspotentiale abzuleiten. Die Datensituation ermöglicht gewisse Aussagen zu Trendentwicklungen, liefert jedoch keine Grundlage für eindeutige Resultate. Trotzdem lassen sich die Hauptursachen durch Interpretation der Auswertungen herleiten und sind unter Berücksichtigung von verschiedenen Effekten auch plausibel.
Um einen Überblick zum Thema zu erhalten, erläutert diese Arbeit zuerst die allgemeine Verkehrssituation und zeigt die Entwicklung der Stadt Basel und vergleichbaren Städten auf. Für die spezifisch auf die untersuchten Linien vorgegebenen Analysen dienten als Grundlage verschiedene interne Daten. Weitere Statistiken im Zusammenhang mit dem Verkehrsaufkommen stellte das Amt für Mobilität Basel-Stadt zur Verfügung. Anhand dieser verarbeiteten Auswertungen konnten Aussagen zum Verhalten der Fahrgäste hergeleitet werden.
Als Hauptursachen für die tieferen Nachfragezahlen lassen sich vor allem zwei Punkte herauskristallisieren. Der Fahrradverkehr bietet eine grosse Konkurrenz zu den innerstädtischen Tramverbindungen. Das E-Bike trägt einen beachtlichen Teil zu dieser Entwicklung bei, da ohne grosse Anstrengungen kurze Strecken ohne Zeitverluste gegenüber dem Tram zurückgelegt werden können. Der Berufsverkehr reagiert weniger stark darauf als der Freizeitverkehr. Der zweite Hauptgrund sind Verschlechterungen bei der Qualität. Die Linie 16 bestätigt zum Beispiel, dass bei fehlender Pünktlichkeit und verpassten Anschlüssen langfristig Kunden abspringen. Die Investitionen in die Infrastruktur sind trotzdem zwingend notwendig, um den Betrieb in Zukunft aufrechterhalten zu können. Im Bereich Freizeit gibt es verschiedene Möglichkeiten, neue Geschäftsfelder zu finden. Es ist deshalb wichtig, durch neue Ideen neue potenzielle Kunden für den Freizeitverkehr zu gewinnen, um der sinkenden Nachfrageentwicklung entgegenzuwirken. Kooperationen mit Event-Veranstaltern oder dem Tourismusverband Basel könnten lukrativ sein.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Basler Verkehrsbetriebe, Basel
Autorinnen und Autoren
Würsch, Patrick
Betreuende Dozierende
Schaufelbühl, Karl
Publikationsjahr
2018
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
Nachfragefückgang Tram und Bus, sinkende Fahrgast- zahlen, Passagierverhalten, Konkurrenz zu Trams, Stadtverkehr, Basler Verkehrsbetriebe