Inklusion von Personen mit besonderen Talenten im Pharma Produktionsumfeld

Für Unternehmen gewinnt die soziale Verantwortung immer mehr an Bedeutung. Daher möchte die Pharmaindustrie besondere Talente wie Menschen mit Beeinträchtigungen im Produktionsumfeld erfolgreich integrieren. Wer ist geeignet? Welche Rahmenbedingungen benötigt es? Wie ist die Sicht des Personals?

Donno, Giulia & Dervishaj, Vlora & Vogt, Annette Lisa & Huber, Natasha Kylie & Strebel, Markus, 2021

Art der Arbeit Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende F. Hoffmann-La Roche Ltd.
Betreuende Dozierende Brötje, Wolfgang
Keywords Inklusion von besonderen Talenten
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Die Roche am Standort Kaiseraugst beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema, die Werte der Unternehmung zu steigern. Ein anderer Standort der Roche hat bereits Massnahmen ergriffen und arbeitet seit 2019 mit besonderen Talenten zusammen. Unter besonderen Talenten werden unter anderem Menschen mit Down-Syndrom, Menschen mit Autismus oder Menschen mit Seh- und/oder Hörbehinderung verstanden. Nun möchte die Roche am Standort Kaiseraugst diesen Schritt wagen. Die Projektgruppe soll Handlungsempfehlungen, wie eine nachhaltige Inklusion von besonderen Talenten gelingen kann, aussprechen.
Zu Beginn wurden Literaturrecherchen getätigt und Fragebögen für Stiftungen, Unternehmen, Restaurants, besondere Talente, interne Projekte der Roche und ausgewähltes Personal erstellt. Nach dem Durchführen der Interviews wurden die Rahmenbedingungen aus der Literatur mit der Praxis verglichen. Zudem wurde der aktuelle Stand und deren Erfahrung von zwei internen Projekten beleuchtet. Ebenfalls konnte die Bereitschaft und die Erwartungen von Roche Mitarbeitenden über eine Zusammenarbeit mit besonderen Talenten herausgefunden werden. Zuletzt wurden Handlungsempfehlungen an Roche geäussert.
Für Mitarbeitende mit Down-Syndrom sind sich wiederholende Aufgaben passend. Aufgrund ihres tiefen Intelligenzquotienten werden sie nicht für das Produktionsumfeld empfohlen. Mitarbeitende mit Autismus benötigen ein reizarmes Arbeitsumfeld, da sie eine intensivere Wahrnehmungsverarbeitung haben. Daher sind sie eher für Bürojobs geeignet. Bei Mitarbeitenden mit Seh- und/oder Hörbehinderung sind die bereitgestellten Hilfsmittel entscheidend. Die Zusammenarbeit wird als möglich bewertet, entscheidend ist die Stärke des Sehverlustes bzw. der Grad des Hörverlustes. Die Interviews und die Literatur liefern eine solide Grundbasis. Die Rahmenbedingungen müssen für jeden Mitarbeitenden individuell erarbeitet werden. Das interviewte Roche Personal hat generell eine positive Einstellung gegenüber einer Zusammenarbeit mit besonderen Talenten. Um eine nachhaltige Inklusion zu fördern, ist eine Sensibilisierung des Personals und eine Änderung der Kommunikationswege zwingend. Damit diese Mission erfüllt werden kann, muss der Arbeitsplatz für besondere Talente adäquat gestaltet werden. Daher wird eine Zusammenarbeit mit einer Stiftung und die Nutzung interner Synergien empfohlen.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende
F. Hoffmann-La Roche Ltd., Kaiseraugst
Autorinnen und Autoren
Donno, Giulia & Dervishaj, Vlora & Vogt, Annette Lisa & Huber, Natasha Kylie & Strebel, Markus
Betreuende Dozierende
Brötje, Wolfgang
Publikationsjahr
2021
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Brugg-Windisch
Keywords
Inklusion von besonderen Talenten