„Maverick Buying“ - Beschaffung ausserhalb standardisierter Beschaffungswege Analyse und Handlungsempfehlung für einen Werkzeughersteller

Die Beschaffung spielt mittlerweile eine zentrale Rolle hinsichtlich Wettbewerbsstärke von Firmen. Die Güter und Dienstleistungen sollen preiswerter werden, jedoch nicht an Qualität einbüssen. Zudem sollen Prozesse effizienter werden um die Wettbewerbsvorteile auszubauen. Einkauf 4.0 ist die Zukunft

Tam, Wingjen, 2020

Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende Fraisa SA
Betreuende Dozierende
Keywords Maverick Buying, Beschaffung, Einkauf 4.0
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Der Werkzeughersteller mit Hauptsitz in der Schweiz besitzt eine zentrale Beschaffungsstelle. Der Beschaffungsprozess ist im internen Informationssystem klar definiert. Der Prozess wird bei der Beschaffung von A-Artikeln eingehalten, jedoch werden B- und C-Artikeln oftmals direkt mit Umgehung der Beschaffung bestellt und somit Maverick Buying betrieben. Das Produktionsunternehmen vermutet, dass dadurch bei der Beschaffung von B- und C-Artikeln Einsparpotenzial vorhanden ist.
Die Arbeit ist in die beiden Teile Analyse und Konzept aufgeteilt. Der Teil Analyse umfasst die Literaturrecherche zu den Themen digitale Transformation, Beschaffung, Maverick Buying und Change Management. Zudem beinhaltet die Analyse die Auswertung der IST-Situation und die Prozessanalyse. Die Literaturrecherche und die Erkenntnisse aus der Auswertung der IST-Situation bilden die Grundlage für die Interview Befragung, welche die Analyse abschliesst. Das Konzept beinhaltet die Lösungsansätze sowie die Handlungsempfehlung an das Produktionsunternehmen.
Die Analyse zeigt auf, dass beim Werkzeughersteller 31 % der Ausgaben direkt durch die Bedarfsträgerinnen oder Bedarfsträger abgewickelt wurden. 49 % der Rechnungen basieren auf Maverick Buying Bestellungen. Dadurch entstehen über CHF 6'400 Kosten, welche das Unternehmen einsparen könnte. Die Prozessanalyse zeigt auf, dass der "Maverick Buying" Prozess mehr kostet als der standardisierte Einkauf über die Beschaffung. Nebst diesen Prozesskosten entgehen dem Unternehmen Bündelungsvorteile sowie die Ausnützung von günstigeren Konditionen. Zudem konnte festgestellt werden, dass die Zeichnungsvorschrift nicht in jedem Fall eingehalten wird und das Unternehmen Reputations- und Compliance-Risiken ausgesetzt ist. Dem Werkzeughersteller wird empfohlen, die Mitarbeitenden an den standardisierten Prozess zu erinnern, Kostenstellenbudgets einzuführen um das Kostenbewusstsein zu stärken und eine Buy-Side Lösung in Form eines internen Online-Shops für die Mitarbeitenden aufzubauen damit die Prozesse effizienter gestaltet werden können.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Bachelor Thesis
Auftraggebende
Fraisa SA, Bellach
Autorinnen und Autoren
Tam, Wingjen
Betreuende Dozierende
Publikationsjahr
2020
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Betriebsökonomie (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Maverick Buying, Beschaffung, Einkauf 4.0