Prozesslandschaft Einvernahmen Kanton Aargau

Für die Bearbeitung von Straffällen sind Einvernahmen von Opfern, Zeugen und Beschuldigten nötig. Für diese Einvernahmen gibt es spezielle Räume, welche teilweise mit einer Videotechnik ausgestattet sind. Die Prozesse dieser Einvernahmen wurden im Rahmen des Praxisprojektes erfasst und vereinheitlicht.

Räber, Daniel & Holliger, Dominik & Pedrossi, Sebrina, 2019

Art der Arbeit Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende Dep. Volkswirtschaft und Inneres, Kanton Aargau, Sektion Infrastruktur & Logistik
Betreuende Dozierende Schneider, Bettina
Keywords Prozesse, öffentliche Verwaltung, BPMN
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Die Einvernahmeprozesse der beteiligten Abteilungen sind heute nicht einheitlich und nur wenig dokumentiert. Um die bestehenden Prozesse zu optimieren galt es im Praxisprojekt, zuerst die bestehenden Einvernahmeprozesse aller betroffenen Abteilungen aufzunehmen und zu dokumentieren. Anhand der Ergebnisse und der gewonnenen Erkenntnisse sollten einheitliche Soll-Prozesse erarbeitet werden. Schlussendlich war es das Ziel, zu den Soll-Prozessbeschreibungen auch die Unterstützung durch ICT-Mittel sowie die Betrachtung der Datenschutz- und Datensicherheitsaspekte zu erarbeiten und zu dokumentieren.
Für die Ist-Prozessaufnahme wurden acht Abteilungen berücksichtigt. Pro Abteilung wurde ein Standort besucht und mit einem Vertreter dieses Standortes ein Interview geführt. Der gesamte Prozessablauf der Einvernahmen wurde erfasst und dokumentiert. Nach der Verarbeitung der Rückmeldungen der Vertreter wurden die Ist-Prozesse analysiert. In einer weiteren Phase wurden aufgrund dieser Analyse zwei Soll-Prozesse erarbeitet und dokumentiert. Die beiden Soll-Prozessvarianten wurden anhand ausgearbeiteter Kategorien bezüglich Daten- und Informationssicherheit sowie Digitalisierungsgrad bewertet.
Die erarbeiteten Soll-Prozessvarianten basieren auf unterschiedlichen technischen Lösungsansätzen, welche die Möglichkeiten des Prozessaufbaus bestimmen. Die erste Lösungsvariante basiert auf einem On-Premise-System, welches in einer ähnlichen Form bereits in den heutigen Einvernahme-Räumen im Einsatz ist. Um das volle Potenzial des vorgeschlagenen Prozesses auszuschöpfen, müssen die Standorte miteinander vernetzt werden. Zusätzlich muss an Standorten, welche aktuell über keine Technik für Videoeinvernahmen verfügen, diese neu beschafft und eingerichtet werden. Die zweite Lösungsvariante schlägt die Nutzung eines SaaS-Systems vor, welches zusätzlich zu Einvernahmen an den kantonalen Standorten auch die Möglichkeit bietet, externe Teilnehmer ohne spezielle Infrastruktur zuzuschalten. Dadurch sind auch interkantonale oder sogar internationale Einvernahmen möglich. Die Übergabeobjekte sind die erhobene Ist-Prozess-Dokumentation und die erarbeitete Soll-Prozess-Dokumentation. Sämtliche Prozesse sind in BPMNv2 sowie Prosa dokumentiert. Dazu wurden auch die Bewertung der beiden Lösungsansätze sowie die in den Prozessen sinnvollerweise einzusetzenden ICT-Mittel aufgezeigt.
Studiengang: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich
Art der Arbeit
Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende
Dep. Volkswirtschaft und Inneres, Kanton Aargau, Sektion Infrastruktur & Logistik, Aarau
Autorinnen und Autoren
Räber, Daniel & Holliger, Dominik & Pedrossi, Sebrina
Betreuende Dozierende
Schneider, Bettina
Publikationsjahr
2019
Sprache der Arbeit
Deutsch
Vertraulichkeit
vertraulich
Studiengang
Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Standort Studiengang
Olten
Keywords
Prozesse, öffentliche Verwaltung, BPMN