Lean Management im Spitalneubau: Analyse und Optimierung bestehender Lean-Methoden für Bettenstationen im Klinikum 2 des Universitätsspitals Basel

Lean funktioniert heute auf den Bettenstationen. Doch passt es auch in den geplanten Neubau mit weniger Platz? Die Arbeit zeigt, welche Methoden bleiben können, welche angepasst werden müssen und wo Digitalisierung sinnvoll unterstützt.

Perinpanathan, Asviny, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client Universitätsspital Basel
Supervisor Dettwiler, Raymond
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Das Universitätsspital Basel arbeitet auf seinen Bettenstationen und im ambulanten Setting seit Jahren mit Lean-Methoden. Dazu gehören unter anderem ein Kanban-System für den Materialnachschub, der Pflegewagen und das Huddle, eine kurze Besprechung im Team. Der Neubau des Klinikums 2 wurde 2005 und 2006 geplant, bevor diese Methoden eingeführt waren. Die neuen Räume sind kleiner und die Grundrisse stehen fest. Die heutigen Abläufe passen deshalb nicht einfach so hinein. Unklar war: Welche Methoden funktionieren weiter? Welche müssen angepasst werden? Und wo hilft Digitalisierung wirklich?
Für die Arbeit wurden vier Wege kombiniert. Zuerst wurde Fachliteratur gelesen und interne Unterlagen ausgewertet. Danach folgten drei Besichtigungen auf Stationen, um den Arbeitsalltag selbst zu sehen. Zusätzlich gab es Online-Umfragen. Daran nahmen Mitarbeitende des Universitätsspitals teil, ausserdem Fachleute aus anderen Schweizer und aus internationalen Spitälern. Zum Schluss wurden sechs Interviews mit Fachpersonen aus Pflege, Lean Management, Innovation und Beratung geführt. So liessen sich der Alltag im Spital und Erfahrungen von aussen vergleichen.
Die Methoden sind weiterhin sinnvoll. Sie wirken nur, wenn die Abläufe dahinter klar geregelt sind. Beobachtet wurden Wartezeiten, unnötige Wege, Unterbrechungen und Doppelarbeit.Das Huddle soll bleiben. Es braucht aber ein klares Ziel, eine feste Dauer, feste Teilnehmende und immer die gleichen Grundinformationen. Beim Kanban-System müssen neben den Schnittstellen zwischen den Berufsgruppen und den strukturellen Anforderungen auch die Materialbedarfe der Disziplinen eruiert werden. Darauf aufbauend wird geklärt, wie viel Material wo liegt, wer nachfüllt und wie oft. Erst danach lohnt sich eine digitale Lösung. Der Pflegewagen bleibt wichtig, sollte aber kleiner werden. Empfohlen wird ein Test mit Tagesboxen pro Patientin und Patient.Überraschend war: Ob jemand offen für Digitales ist, hängt kaum vom Alter oder von der Berufserfahrung ab. Entscheidend ist, ob der Nutzen im Alltag sichtbar wird.Das Universitätsspital Basel erhält eine Übersicht mit Empfehlungen, geordnet nach Aufwand und Zeit. Sie zeigt, was sofort und ohne grosse Kosten verbessert werden kann und was zuerst getestet werden sollte. Die Ergebnisse sind auch für andere Spitäler mit wenig Platz nützlich.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Lean Management, Bettenstation, Prozessoptimierung, Digitalisierung, Kanban, Bauprojekt
Confidentiality: öffentlich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
Universitätsspital Basel
Authors
Perinpanathan, Asviny
Supervisor
Dettwiler, Raymond
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Public
Studyprogram
Betriebsökonomie (Bachelor)
Location
Basel
Keywords
Lean Management, Bettenstation, Prozessoptimierung, Digitalisierung, Kanban, Bauprojekt