Meilensteine zur Maximierung der lokalen Solar energienutzung in Gemeindeobjekten

Wie kann eine Gemeindeverwaltung den Solarstrom ihrer eigenen Liegenschaften optimal nutzen? Am Beispiel der gemeindeeigenen Liegenschaften im Verwaltungsvermögen von Binningen/BL entwickelt eine Bachelorarbeit mit Acceliox AG konkrete Empfehlungen zu PV-Ausbau, Speichern und flexiblen Lasten.

Werlen, Anna, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client Acceliox AG
Supervisor Jüngling, Stephan
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Die Gemeinde Binningen verfolgt das Ziel bis zum Jahr 2035 rund 50% des Strombedarfs ihrer Verwaltungsobjekte durch eigene Photovoltaikanlagen zu decken. Das rund 45 Objekte umfassende, heterogene Portfolio verteilt sich auf drei Unterwerkszonen mit sehr unterschiedlichen Verbrauchs- und Produktionsverhältnissen. Ein zonenübergreifender Stromaustausch ist nicht vorgesehen. Bislang fehlte der Gemeinde eine Grundlage, um zu bewerten, welche Kombinationen aus PV-Ausbau, Batteriespeicher und flexiblen Lasten sinnvoll sind.
Nach dem CRISP-DM-Referenzmodell wurden Verbrauchs-, Produktions- und Netztopologiedaten der Gemeinde erhoben, bereinigt und aufbereitet. Darauf aufbauend entstand ein Python-Simulationsmodell, das Energieflüsse zwischen PV-Produktion, Verbrauch, Batteriespeicher (BESS) und Netz in 15-Minuten-Auflösung abbildet, mit Fokus auf hohem Eigenverbrauch und Autarkiegrad. Damit wurden 18 Simulationen durchgeführt: heutiger Zustand sowie PV-Ausbaustufen bis 2028, 2030, 2035 und 2040, jeweils mit und ohne Batteriespeicher und flexiblen Lasten, gesamtgemeindlich und je Unterwerkszone.
Der PV-Ausbau erweist sich als wirksamster Hebel: Der Autarkiegrad steigt bereits ohne Batterie von 11,7% (heute) auf 44,8% (2040). Mit wachsender PV-Leistung sinkt die für ein 50%-Autarkieziel nötige Batteriekapazität überproportional (2030: 5'100 kWh; 2035: 700 kWh; 2040: 400 kWh). Die Zonenbetrachtung zeigt grosse Unterschiede: Während eine Zone dank PV-Überschuss bereits ohne Speicher über 57 % Autarkie erreicht, bleibt eine andere aufgrund der hohen Diskrepanz zwischen Produktion und Verbrauch (Faktor 6,5) auf maximal 15% begrenzt. Wärmepumpen erhöhen die Eigenverbrauchsquote spürbar, lassen den Autarkiegrad aber fast unverändert. Zudem zeigt sich ein Zielkonflikt: Ein auf Eigenverbrauch optimierter Speicher reduziert die Netzbezugsspitze kaum. Daraus leiten sich direkt umsetzbare Handlungsempfehlungen ab, u. a. eine priorisierte PV-Ausbau Planung und zonenspezifische statt gemeindeweite Speicherdimensionierung. Das Modell dient der Gemeinde Binningen und Acceliox AG als Entscheidungsinstrument für künftige Investitionen und ist grundsätzlich auf andere Gemeinden mit vergleichbarer Datengrundlage übertragbar.
Studyprogram: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Keywords Photovoltaik, Solarenergie, Eigenverbrauchsoptimierung, Autarkiegrad, Flexible Lasten, Batteriespeicher / BESS, Simulationsmodell, Szenarioanalyse, Energiegemeinschaft (ZEV/vZEV/LEG), Verwaltungsvermögen
Confidentiality: vertraulich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
Acceliox AG, 3176 Neuenegg
Authors
Werlen, Anna
Supervisor
Jüngling, Stephan
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Confidential
Studyprogram
Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Location
Olten
Keywords
Photovoltaik, Solarenergie, Eigenverbrauchsoptimierung, Autarkiegrad, Flexible Lasten, Batteriespeicher / BESS, Simulationsmodell, Szenarioanalyse, Energiegemeinschaft (ZEV/vZEV/LEG), Verwaltungsvermögen