Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der DOBI-INTER AG: Analyse der Ausgangslage und Entwicklung eines praxisnahen Leitfadens

Wie führt ein Schweizer KMU ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ein, wenn Zeit und Budget knapp sind? Diese Arbeit entwickelt einen praxisnahen BGM-Leitfaden für die DOBI-INTER AG. Er setzt bei der Einbindung der Mitarbeitenden an und zeigt, dass schon kleine Massnahmen wirken.

Alievska, Aycan, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client DOBI-INTER AG
Supervisor Dornemann, Susanne
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Die DOBI-INTER AG, ein familiengeführtes Schweizer Unternehmen in der Beautybranche mit rund 90 Mitarbeitenden, verfügte über kein strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement. Die interne Mitarbeitendenbefragung 2025 zeigte deutlichen Handlungsbedarf. Die grössten Schwächen lagen bei der Einbindung der Mitarbeitenden, im Umgang mit Veränderungen sowie in der Kommunikation. Gleichzeitig fehlten die personellen und finanziellen Ressourcen für den Aufbau eines umfassenden BGM-Systems.
Grundlage der Arbeit bildete die Sekundäranalyse der Mitarbeitendenbefragung 2025. Ergänzend wurden drei leitfadengestützte Interviews mit Führungspersonen aus den Bereichen Logistik, Beauty Market und Category Management durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass der Fokus vor allem bei strukturellen Problemen lag. Deshalb wurde zusätzlich ein Rundgang durchgeführt. Elf Mitarbeitende bewerteten anhand eines Ideenkatalogs, welche konkreten Massnahmen sie sich wünschen. So konnten die Perspektiven von Führungskräften und Mitarbeitenden gleichermassen berücksichtigt werden.
Auf Basis der drei Datenquellen entstand ein Drei-Stufen-Modell als Kern des Leitfadens. Stufe 1 umfasst den Aufbau stabiler Strukturen und Prozesse. Sie ist die Grundlage eines langfristigen BGM und liegt in der Verantwortung der Geschäftsleitung. Stufe 2 bildet das Herzstück. Eine freiwillige Task Force aus Mitarbeitenden verschiedener Bereiche entwickelt eigene Ideen und gestaltet Gesundheitsmassnahmen aktiv mit. Stufe 3 umfasst kostengünstige Massnahmen wie die Würdigung von Dienstjubiläen, gemeinsame Pausen oder die Teilnahme an lokalen Anlässen. Die Umsetzung orientiert sich am PDCA-Zyklus. Entscheidend ist, dass die Stufen 2 und 3 sofort starten können, auch wenn die strukturellen Themen aus Stufe 1 noch Zeit brauchen. Die Arbeit zeigt, dass wirksames BGM nicht mit einem grossen Budget beginnt, sondern mit der aktiven Einbindung der Mitarbeitenden. Die höchste Zustimmung erhielten genau jene Massnahmen, die kaum etwas kosten, nämlich die Würdigung langjähriger Mitarbeitender und die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsalltag mitzugestalten. Der Leitfaden bietet der DOBI-INTER AG einen ersten, direkt umsetzbaren Schritt hin zu einem systematischen BGM.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Mitarbeitendeneinbindung, Partizipation, KMU, PDCA-Zyklus, Task Force, Arbeitgeberattraktivität
Confidentiality: vertraulich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
DOBI-INTER AG, Suhr
Authors
Alievska, Aycan
Supervisor
Dornemann, Susanne
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Confidential
Studyprogram
Betriebsökonomie (Bachelor)
Location
Olten
Keywords
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Mitarbeitendeneinbindung, Partizipation, KMU, PDCA-Zyklus, Task Force, Arbeitgeberattraktivität