Strategic Workforce Planning: Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens

Pensionierungen und veränderte Kompetenzanforderungen stellen Unternehmen vor langfristige Planungsaufgaben. Strategic Workforce Planning leitet den künftigen Personalbedarf systematisch aus der Geschäftsstrategie ab. Die Arbeit entwickelt dafür einen praxisorientierten konzeptionellen Rahmen.

Bänziger, Nicolas, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client Schweizer Industrieunternehmen
Supervisor Koch, Maximilian
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Ein Schweizer Industrieunternehmen steht vor der Aufgabe, die langfristige Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte sicherzustellen. Wie viele Unternehmen ist es mit zahlreichen bevorstehenden Pensionierungen, regulärer Fluktuation und technologiebedingt veränderten Kompetenzanforderungen konfrontiert. Die Personalplanung ist heute weitgehend operativ und kurzfristig ausgerichtet. Ein strukturierter Ansatz für Strategic Workforce Planning fehlt. Ziel war nicht die Umsetzung, sondern die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens als Entscheidungsgrundlage.
Die Arbeit verbindet drei Perspektiven. Aus einer systematischen Literaturanalyse wurden sechs Anforderungen an einen SWP-Rahmen abgeleitet. Die Ist-Analyse umfasste den bestehenden Personalplanungsprozess sowie Pensionierungs- und Fluktuationsanalysen auf Basis interner Personaldaten. Ergänzend wurden sechs Experteninterviews geführt, zwei mit externen Fachpersonen aus der Beratung und vier mit internen Führungs- und Fachpersonen aus HR, Linie und Finance. Die Interviews wurden mittels thematischer Analyse ausgewertet.
Der entwickelte konzeptionelle Rahmen umfasst sieben Bausteine. Der erste Durchlauf konzentriert sich auf einen Pilotbereich und die mengenmässige Dimension. Vorgesehen ist ein an den Strategiezyklus gekoppelter Planungshorizont. Der künftige Bedarf wird im Dialog mit dem Fachbereich bestimmt und anhand betrieblicher Kennzahlen plausibilisiert. Die Kompetenzdimension soll in einem späteren Durchlauf ergänzt werden. HR verantwortet Prozess und Methodik, der Fachbereich die inhaltliche Bedarfseinschätzung und Finance die Plausibilisierung der Annahmen. Der Einstieg erfolgt Excel-basiert und wird an bestehende Planungsprozesse angebunden. Nach jedem Durchlauf ist der Nutzen nachzuweisen. So entsteht eine begründete Entscheidungsgrundlage, die auf vorhandenen Abläufen aufbaut, statt einen zusätzlichen Prozess zu etablieren. Übertragbar ist vor allem das methodische Vorgehen. Die konkreten Festlegungen bleiben an den jeweiligen Unternehmenskontext gebunden.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Strategic Workforce Planning, strategische Personalplanung, Kompetenzen, demografischer Wandel
Confidentiality: vertraulich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
Schweizer Industrieunternehmen
Authors
Bänziger, Nicolas
Supervisor
Koch, Maximilian
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Confidential
Studyprogram
Betriebsökonomie (Bachelor)
Location
Basel
Keywords
Strategic Workforce Planning, strategische Personalplanung, Kompetenzen, demografischer Wandel