Anstieg der Zahl der IV-Neurenten in der beruflichen Vorsorge: Auswirkungen auf Schweizer Pensionskassen und Analyse potenzieller Präventions- und Frühinterventionsmassnahmen - Handlungsempfehlungen für eine öffentlich‑rechtliche Sammeleinrichtung

Bis zu 30 % aller krankheitsbedingten IV-Fälle liessen sich mit frühzeitigem Eingreifen verhindern. Diese Bachelorarbeit zeigt am Beispiel einer öffentlich-rechtlichen Sammeleinrichtung, wie Pensionskassen mit Prävention und Frühintervention dem Anstieg der IV-Neurenten entgegenwirken können.

Bloch, Tatjana, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client öffentlich‑rechtliche Sammeleinrichtung (Pensionskasse)
Supervisor Binswanger, Mathias
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Seit Ende der 2010er-Jahre ist eine kontinuierlich zunehmende Entwicklung der IV-Neurenten zu beobachten. Auch für die kommenden Jahre ist gemäss aktuellen Einschätzungen mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Für Schweizer Pensionskassen stellt die steigende Entwicklung der IV-Neurenten eine wachsende finanzielle Herausforderung dar. Da rund 87 % der in der ersten Säule versicherten Personen auch in der zweiten Säule versichert sind, wirkt sich die Entwicklung der Invalidisierungen unmittelbar auf die berufliche Vorsorge aus.
Die vorliegende Bachelorarbeit bearbeitet folgende Forschungsfrage: «Welche Auswirkungen hat die Zunahme von IV-Neurenten auf Schweizer Pensionskassen und welche präventiven Massnahmen sowie Frühinterventionen können Pensionskassen implementieren, um diese Entwicklung zu dämpfen?». Mittels einer SWOT-Analyse werden für eine öffentlich-rechtliche Sammeleinrichtung Handlungsempfehlungen erarbeitet, welche anschliessend mittels Nutzwertanalyse bewertet und priorisiert werden.
Ein Anstieg der IV-Neurenten hat für Schweizer Pensionskassen sowohl direkte als auch indirekte finanzielle Folgen, die sich auf die Risikobeiträge sowie die Verwaltungskosten auswirken und zudem die Wettbewerbsposition gegenüber anderen öffentlich-rechtlich strukturierten Pensionskassen schwächen können. Für Pensionskassen ergeben sich vier zentrale Handlungsfelder: Prävention und Früherkennung, Frühintervention sowie Wiedereingliederung. Daraus wurden für eine öffentlich-rechtliche Sammeleinrichtung acht konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die höchste Priorisierung erhält die Zusammenarbeit mit einem externen Case Management (Score 2.75), gefolgt von der Positionierung als aktiver Gesundheitspartner sowie einem systematischen Kennzahlen-Monitoring (je Score 2.5). Das externe Case Management überzeugt durch hohen Nutzen und gute Umsetzbarkeit, trotz des Koordinations- und Kostenaufwands. Die tiefste Priorisierung erhält der Aufbau eines Fallmanagement-Dashboards (Score 1.75), aufgrund der hohen Kosten und des Umsetzungsaufwands. Dennoch bildet diese Massnahme eine wichtige Grundlage für weitere Handlungsempfehlungen, weshalb eine spätere Umsetzung sinnvoll bleibt.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords IV-Neurenten, Berufliche Vorsorge, Pensionskassen, Prävention, Frühintervention, SWOT-Analyse
Confidentiality: vertraulich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
öffentlich‑rechtliche Sammeleinrichtung (Pensionskasse)
Authors
Bloch, Tatjana
Supervisor
Binswanger, Mathias
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Confidential
Studyprogram
Betriebsökonomie (Bachelor)
Location
Olten
Keywords
IV-Neurenten, Berufliche Vorsorge, Pensionskassen, Prävention, Frühintervention, SWOT-Analyse