Zwischen Einfluss und Engagement: Ein Stakeholder Management und Engagement Plan für das 3LandSpiel-Projekt
Wie gelingt trinationale Zusammenarbeit im Bildungsprojekt 3LandSpiel? Die Bachelorarbeit identifiziert und kategorisiert die Stakeholder, priorisiert sie nach Einfluss, Interesse und Mitwirkungsbereitschaft und entwickelt daraus einen praxisnahen Stakeholder Engagement Plan.
Gavran, Sara, 2026
Type of Thesis Bachelor Thesis
Client FHNW, Institut für Wirtschaftsinformatik
Supervisor Grimberg, Frank
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Das Interreg-Projekt 3LandSpiel entwickelt ein trinationales Lernspiel für die Region Oberrhein und bindet zahlreiche Institutionen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz ein, darunter Hochschulen, Behörden und grenzüberschreitende Gremien. Für den Projekterfolg ist eine systematische Stakeholder-Betreuung zentral, bislang fehlte jedoch eine fundierte Übersicht über die Anspruchsgruppen, ihre Bedeutung und ihre Bereitschaft zur Mitwirkung. Diese unterschiedlichen Interessen über Landesgrenzen hinweg zu koordinieren, bildet den anspruchsvollen Ausgangspunkt der Arbeit.
Die Arbeit kombiniert eine schriftliche Befragung mit leitfadengestützten Experteninterviews, ausgewertet in SPSS respektive MAXQDA. Auf Basis stakeholdertheoretischer Grundlagen wurden die Anspruchsgruppen identifiziert und in intern/extern sowie primär/sekundär kategorisiert. Eine Power-Interest-Matrix zu Einfluss und Interesse sowie die erhobene Mitwirkungsbereitschaft dienten der Priorisierung. Die Ergebnisse beider Erhebungen wurden zusammengeführt für ein vollständiges Bild. Daraus entstand ein konkreter Stakeholder Engagement Plan mit Massnahmen je Anspruchsgruppe.
Die Analyse zeigt eine Vielzahl zentraler Stakeholder des Projekts, die sich über regionale Organisationen, überregionale Gremien und beteiligte Hochschulen erstrecken. Die korrigierte Power-Interest-Matrix identifiziert eine der beteiligten Organisationen als Key Player mit hohem Einfluss und hohem Interesse. Ein zentraler Befund betrifft das Zusammenspiel von institutioneller Rolle und individueller Mitwirkungsbereitschaft: Beide Dimensionen können unterschiedlich ausgeprägt sein und liefern jeweils wertvolle, sich ergänzende Erkenntnisse. Dieses differenzierte Bild ist für die Steuerung eines Projekts von grossem Nutzen, da es ermöglicht, formale Verantwortung und persönliches Engagement gezielt und passgenau zu berücksichtigen. Der entwickelte Stakeholder Engagement Plan liefert dem Projektteam ein handlungsleitendes Instrument: Er zeigt auf, welche Akteure wie intensiv einzubinden sind, mit welchen Massnahmen und in welcher Priorität, und schafft damit eine Grundlage für eine gezielte, ressourcenschonende Kommunikations- und Beteiligungsstrategie über die Projektlaufzeit hinaus. So lässt sich das Engagement gezielt dort verstärken, wo es für den Projekterfolg am meisten zählt.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Stakeholder Management; Stakeholder Engagement Plan; Power-Interest-Matrix; Trinationale Zusammenarbeit; Interreg Oberrhein; 3LandSpiel; Bildungsprojekt; Stakeholder-Priorisierung; Qualitative Experteninterviews; Quantitative Befragung
Confidentiality: vertraulich