Zwischennutzungen als Instrument der Standort- entwicklung: Potenziale für das Klybeck-Areal

Diese Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Zwischennutzungen als Instrument der Standortentwicklung für das Klybeck-Areal und leitet daraus, gestützt auf Referenzprojekte und Experteninterviews, Handlungsempfehlungen für deren gezielten Einsatz in der Arealentwicklung ab.

Nadine, Troger, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client BRICKS AG
Supervisor Hagmann, Jonas
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Das Klybeck-Areal in Basel gehört mit 300'000 m² zu den grössten Transformationsarealen der Schweiz. Aus einer langjährigen Industriebrache soll ein durchmischtes Stadtquartier mit Wohnraum und Arbeitsplätzen entstehen. Die Transformation steht dabei stark im öffentlichen Fokus und ist für viele Bewohnende schwer greifbar, zudem bestehen aufgrund früherer Nutzungen und der Komplexität des Areals historisch gewachsene Vorbehalte. Hinzu kommt, dass sich der gesamte Prozess über mehrere Jahre erstreckt, bevor die eigentlichen Bauetappen sichtbar werden.
Der Arbeit liegt eine qualitative Vorgehensweise zugrunde. Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche wurden theoretische Grundlagen zu Zwischennutzungen, deren Typen, Wirkungen und Rahmenbedingungen aufgearbeitet und durch die Analyse von Referenzprojekten aus Basel, der Schweiz und dem Ausland ergänzt. Darauf aufbauend wurden drei leitfadengestützte Experteninterviews mit Fachpersonen aus Stadtentwicklung, Arealentwicklung und Zwischennutzungspraxis geführt, um die theoretischen Erkenntnisse mit praxisnahen Einschätzungen zu ergänzen.
Die Ergebnisse zeigen, dass für das Klybeck-Areal grundsätzlich dieselben rechtlichen Bestimmungen gelten wie für andere Zwischennutzungsvorhaben, wobei sich die private Eigentumsstruktur erleichternd auf die Umsetzung auswirkt. Die BRICKS AG entwickelt im Auftrag der Swiss Life deren 120'000 m² grossen Arealteil. Zentral ist dabei die Bereitschaft zu einer extrovertierten, öffentlichkeitswirksamen Ausrichtung, ebenso wie eine transparente und kontinuierliche Einbindung von Quartier und Zivilgesellschaft, die bislang nur eingeschränkt stattfand. Eine systematische Potenzialanalyse der Flächen sowie eine Bevölkerungsbefragung sollen vorab klären, welche Nutzungen sich eignen und nachgefragt werden. Angesichts der historisch gewachsenen Vorbehalte empfiehlt sich dabei ein Schwerpunkt auf extrovertierten, niederschwelligen sozialen und kulturellen Nutzungen, ergänzt durch introvertierte Angebote und getragen von einer professionalisierten, eng verbundenen Trägerschaft. Massgeblich für den Erfolg bleibt letztlich, ob Kommunikation und Partizipation über blosse Information hinausgehen und eingebrachte Anliegen der Bevölkerung tatsächlich berücksichtigt werden.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Zwischennutzungen, Standortentwicklung, Arealtransformation, Quartierentwicklung, Klybeck-Areal
Confidentiality: öffentlich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
BRICKS AG, Basel
Authors
Nadine, Troger
Supervisor
Hagmann, Jonas
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Public
Studyprogram
Betriebsökonomie (Bachelor)
Location
Basel
Keywords
Zwischennutzungen, Standortentwicklung, Arealtransformation, Quartierentwicklung, Klybeck-Areal