Digitalisierung der Produktidentifikationskarte: Konzeption und Bewertung von Lösungsansätzen zur Effizienzsteigerung im Milkrun-Prozess bei der Stryker GmbH

Bei der Stryker GmbH steuert bislang eine physische Warenbegleitkarte den Materialtransport im Milkrun-Prozess. Die Arbeit zeigt, wie eine digitale Lagerplatzverwaltung mit Smart Labels den Suchaufwand und Fehlzustellungen in der Intralogistik spürbar reduziert.

Ilak, Ivan, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client Stryker GmbH
Supervisor Meyer, Lukas
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Die Stryker GmbH steuert den Materialtransport im Milkrun-Prozess überwiegend über eine physische Warenbegleitkarte. Änderungen im Manufacturing Execution System werden nicht automatisch auf die Karte übertragen, wodurch Medienbrüche, veraltete Informationen und ein hoher manueller Aufwand entstehen. Unteranderem entstehen im Procurement täglich erhebliche Suchaufwände, da der Standort einer Intralogistikbox nach der Bereitstellung nicht digital nachvollziehbar ist. Veraltete Prioritäts- und Statusangaben führen zudem wiederholt zu Fehlzustellungen.
Zunächst wurde der bestehende Milkrun-Prozess mittels Prozessbeobachtungen, leitfadengestützten Experteninterviews mit Mitarbeitenden aus Logistik und Produktion sowie einer Analyse der Warenbegleitkarte untersucht. Aufbauend auf einer Literaturrecherche zu QR-Codes, RFID und Smart Labels wurden Anforderungen an einen künftigen Soll-Prozess abgeleitet. Darauf basierend entstanden drei alternative Soll-Konzepte, die mittels Nutzwertanalyse sowie einer ergänzenden wirtschaftlichen Bewertung systematisch verglichen wurden.
Das hybride Soll-Konzept, das die bestehende Scan Technologie mit einer digitalen Lagerplatzverwaltung und elektronischen Smart Labels kombiniert, erzielt mit 4,10 von 5 Punkten den höchsten Nutzwert, knapp vor dem RFID basierten Konzept (4,00) und der optimierten Papierlösung (3,90). Die digitale Lagerplatzverwaltung schafft eine eindeutige Zuordnung zwischen Intralogistikbox und Lagerplatz und macht manuelle Suchvorgänge weitgehend überflüssig; ein automatischer Abgleich erkennt Fehlzustellungen frühzeitig. Die Smart Labels stellen Prozessinformationen aktuell und bedarfsgerecht direkt am Transportbehälter bereit und werden bei Änderungen automatisch aktualisiert, wodurch handschriftliche Ergänzungen entfallen. Da die bestehende Infrastruktur weitergenutzt werden kann, fällt der Investitionsaufwand deutlich geringer aus als bei einer vollständigen RFID-Lösung. Für die Auftraggeberschaft ergibt sich ein wirtschaftlich tragbarer Weg zu weniger Suchzeit, weniger Fehlzustellungen und mehr Prozesssicherheit. Empfohlen wird eine schrittweise Einführung, beginnend mit einem Pilotprojekt vor der unternehmensweiten Erweiterung.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Digitalisierung, Intralogistik, Milkrun-Prozess, Smart Label, RFID, Prozessoptimierung, Materialfluss und Lagerplatzverwaltung
Confidentiality: vertraulich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
Stryker GmbH, Selzach
Authors
Ilak, Ivan
Supervisor
Meyer, Lukas
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Confidential
Studyprogram
Betriebsökonomie (Bachelor)
Location
Olten
Keywords
Digitalisierung, Intralogistik, Milkrun-Prozess, Smart Label, RFID, Prozessoptimierung, Materialfluss und Lagerplatzverwaltung