Analyse und Konzeption eines rollenbasierten Berechtigungskonzepts für ein Schweizer Industrieunternehmen unter Einsatz von Microsoft Azure und Microsoft 365

Berechtigungen, die von Referenzbenutzern kopiert werden, und Rechte, die bei jedem Funktionswechsel mitwachsen. Historisch gewachsene Zugriffsstrukturen sind ein unterschätztes Risiko. Wie schafft ein rollenbasiertes Konzept Ordnung in einer hybriden Microsoft-Landschaft?

Yannik, Koffel, 2026

Type of Thesis Bachelor Thesis
Client Ein international tätiges Schweizer Industrieunternehmen
Supervisor Telesko, Rainer
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Ein international tätiges Schweizer Industrieunternehmen steuert Identitäten und Zusammenarbeit über Microsoft Entra ID, Microsoft 365 sowie mehrere lokale Active-Directory-Domänen. Die Strukturen sind historisch gewachsen. Rechte werden teilweise individuell oder über Referenzbenutzer vergeben, ein systemübergreifendes Rollenmodell fehlt. Daraus ergeben sich eingeschränkte Transparenz über effektive Rechte, das Risiko angesammelter Berechtigungen beiFunktionswechseln und unklare Verantwortlichkeiten. Gesucht war ein konsistentes, rollenbasiertes Zielmodell für Standard-Benutzer.
Die Arbeit folgt einem praxisorientierten Forschungsdesign in fünf Phasen. In der IST-Analyse wurden Systemlandschaft, Berechtigungsprozesse, Rollen- und Gruppenstrukturen sowie Governance erhoben – über Interviews, Dokumentenanalysen und Workshops mit IT, HR und Fachbereichen, ergänzt um eine Auswertung der Jobbezeichnungen im HR-System. Daraus wurden mit Methoden des Requirements Engineering Anforderungen abgeleitet, priorisiert und mit denStakeholdern validiert. Auf dieser Basis entstand das Soll-Konzept, das anschliessend anhand gewichteter Kriterien evaluiert wurde.
Ergebnis ist ein rollenbasiertes Soll-Konzept mit fünf Ebenen: HR- und Organisationsdaten, fachliche Rollen, technische Berechtigungsgruppen, Zielsysteme und eine übergreifende Governance-Schicht. Kern ist die Trennung fachlicher Rollen von technischen Gruppen, ergänzt um Rollenowner und Stellvertretungen, eine risikobasierte Genehmigungsmatrix, Rollensteckbriefe, regelmässige Access Reviews und standardisierte Joiner-, Mover- und Leaver-Prozesse.Die Evaluation zeigt, dass sich die Aufgabe nicht rein technisch lösen lässt: Weil die lokalen Domänen nur einseitig in die Cloud synchronisieren, ist ein hybrider Ansatz nötig, der zentrale Governance mit systemabhängiger Umsetzung verbindet. Als realistischste Zielvariante wurde eine inhouse pflegbare Low-Code-Applikation als Einstiegspunkt für den Joiner-Prozess empfohlen, ergänzt durch das bestehende Ticketsystem für Mover- und Leaver-Anträge sowie punktuellen Einsatz von Microsoft Entra ID Governance. Die Roadmap stellt organisatorische Klarheit vor Automatisierung: zuerst Rollenowner, Naming Convention und Prozesse definieren, danach Pilotierung in einem abgegrenzten Bereich, anschliessend schrittweise Ausweitung.
Studyprogram: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Keywords Identity \ Access Management (IAM), Role-Based Access Control (RBAC), Berechtigungskonzept, Microsoft Entra ID, Microsoft365, Joiner-Mover-Leaver, Identity Governance, Least Privilege, Access Review, Requirements Engineering
Confidentiality: vertraulich
Type of Thesis
Bachelor Thesis
Client
Ein international tätiges Schweizer Industrieunternehmen
Authors
Yannik, Koffel
Supervisor
Telesko, Rainer
Publication Year
2026
Thesis Language
German
Confidentiality
Confidential
Studyprogram
Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Location
Olten
Keywords
Identity \ Access Management (IAM), Role-Based Access Control (RBAC), Berechtigungskonzept, Microsoft Entra ID, Microsoft365, Joiner-Mover-Leaver, Identity Governance, Least Privilege, Access Review, Requirements Engineering