Innovative Anlagelösungen in der Säule 3a: Analyse von Kundenbedürfnissen und Handlungsempfehlungen für eine Universalbank in der Schweiz
Wie kann eine Universalbank in der Schweiz ihr Säule 3a Angebot fit machen für den Wettbewerb mit kostengünstigen, digitalen Vorsorgeanbietern? Diese Bachelorarbeit untersucht die Bedürfnisse von Privatpersonen und liefert konkrete Handlungsempfehlungen.
Marsala, Salvatore;Limardi, Fabio, 2026
Type of Thesis Bachelor Thesis
Client Universalbank in der Schweiz
Supervisor Graef, Frank
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Eine Universalbank in der Schweiz zählt zu den etablierten Anbieterinnen von Säule 3a Lösungen, sieht sich jedoch wachsender Konkurrenz durch digitale Vorsorgeanbieter ausgesetzt. Diese überzeugen zunehmend mit tiefen Gebühren, hoher Flexibilität und individuell wählbaren Anlagestrategien, während gleichzeitig die Ansprüche an eine digitale Vorsorgeverwaltung steigen. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht deshalb, welche Bedürfnisse Privatpersonen mit und ohne bestehende Säule 3a Lösung an Anlagelösungen stellen und wie gut das Angebot der Bank diesen Erwartungen gerecht wird.
Die Untersuchung stützt sich auf drei methodische Bausteine. Erstens wurden die theoretischen und regulatorischen Grundlagen der Säule 3a sowie aktuelle Markttrends im Anlagebereich systematisch aufgearbeitet. Zweitens wurde das bestehende Angebot der Bank mit fünf innovativen Mitbewerbern verglichen, darunter VIAC, finpension, Descartes Finance, die St. Galler Kantonalbank und Tellco Bank. Drittens lieferten sechs qualitative Interviews mit Kundenberatenden sowie eine quantitative Befragung von 110 Privatpersonen empirische Grundlagen zu Präferenzen, Risikobereitschaft und Kanalnutzung.
Die Ergebnisse zeigen, dass transparente Gebührenmodelle, eine überzeugende digitale Benutzerführung und individualisierbare Anlagestrategien für Privatpersonen zentral sind, während die persönliche Beratung weiterhin als wichtiger Vertrauensfaktor gilt. Der Vergleich mit dem Wettbewerbsumfeld zeigt, dass sich innovative Anbieter vor allem durch modulare Produktstrukturen, passive Anlagestrategien und digitalisierte Prozesse auszeichnen, während die Bank in diesen Bereichen noch Potenzial aufweist. Auf Basis dieser Erkenntnisse leitet die Arbeit eine dreistufige Produktarchitektur ab: eine kostengünstige passive Basislösung für kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger, eine Lösung mit wählbaren thematischen Anlageschwerpunkten für an Megatrends interessierte Kundschaft sowie eine vollständig individualisierbare Lösung für erfahrene, selbstbestimmte Anlegerinnen und Anleger. Ergänzend wird eine engere Verbindung von digitalen und persönlichen Beratungsangeboten empfohlen. Die Ergebnisse bieten der Auftraggeberin damit eine fundierte Grundlage, um ihr Säule 3a Angebot gezielt weiterzuentwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Vorsorgemarkt langfristig zu stärken.
Studyprogram: Betriebsökonomie (Bachelor)
Keywords Säule 3a, Anlagelösungen, Kundenbedürfnisse, digitale Vorsorgeanbieter, Produktarchitektur
Confidentiality: vertraulich