Digitalisierungs- und KI-Potenziale in der komplexen Langzeitpflege
Die tilia Stiftung für Langzeitpflege bietet an fünf Standorten in der Region Bern spezialisierte stationäre Versorgung für erwachsene Menschen mit komplexem Pflegebedarf und verfolgt das Ziel, durch Digitalisierung und KI, Effizienz und Versorgungsqualität zu steigern.
Arpad Broglie & Jazib Chaudhary & Joël Häfeli & Emil Blank, 2025
Type of Thesis Projektarbeit/Praxisprojekt
Client tilia Stiftung für Langzeitpflege
Supervisor Studerus, Erich
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Die Pflegebranche weist im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren einen grossen Digitalisierungsrückstand auf, der vom Geschäftsführer Niklas Hirt in der Langzeitpflege auf rund 10-15 Jahre geschätzt wird. Die tilia Stiftung betreut Bewohnende mit hoher pflegerisch-medizinischer Komplexität und Multimorbidität, was die Mitarbeitenden stark beansprucht. Gleichzeitig fehlte bisher eine klare, geordnete Übersicht, in welchen Abläufen digitale Lösungen und KI besonders viel zur Steigerung der Effizienz, der Qualität der Versorgung und zur Entlastung der Beteiligten beitragen können.
Das Projektteam analysierte zunächst den IST-Zustand der Supportprozesse in Finanzen und HR sowie die Kernprozesse in Pflege & Betreuung anhand bestehender Dokumentationen. Ergänzend wurden Interviews mit Schlüsselpersonen geführt, um Lücken in der Dokumentation zu schliessen und ein praxisnahes Verständnis der Abläufe zu gewinnen. Darauf aufbauend recherchierte das Team geeignete digitale Lösungen und KI-Ansätze für die identifizierten Prozesse und bewertete diese anhand definierter Kriterien.
Als zentrales Resultat entstand ein Portfolio priorisierter Digitalisierungs- und KI-Lösungen für die Support- und Kernprozesse der tilia Stiftung. Dieses Portfolio zeigt für die selektierten Probleme den erwarteten Nutzen hinsichtlich Effizienz und Mitarbeiterentlastung. Zudem enthält es erste Einschätzungen bezüglich Aufwand und Abhängigkeiten für eine potenzielle Implementierung. Für die Auftraggeberschaft soll es als strategische Entscheidungsgrundlage dienen, um Investitionen in digitale Lösungen und KI zielgerichtet zu planen, schrittweise umzusetzen und mit der vorhandenen Organisations- und IT-Strategie abzustimmen. Zugleich stärkt das Ergebnis die Positionierung der tilia Stiftung als innovative Anbieterin, welche die digitale Transformation sowie den gezielten Einsatz von KI in der Langzeitpflege vorantreibt. Dadurch wird die Position von tilia als attraktive Wahl für Bewohnende, Mitarbeitende und Partnerinstitutionen weiter gestärkt.
Studyprogram: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Keywords Digitalisierung, KI, Langzeitpflege, Prozessoptimierung, sensible Daten, Prozessanalyse, Technologien
Confidentiality: vertraulich